100 Jahre Erich Honecker - ein Westkind gratuliert

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Die grossen freien demokratischen Medien waren ein wenig einsilbig anlässlich des hundertsten Geburtstages von Erich Honecker. Beredtes Schweigen sozusagen. Dabei wäre das Datum doch eine so schöne Gelegenheit gewesen, den "Unrechtsstaat DDR" noch einmal Revue passieren zu lassen. Das beredte Schweigen könnte damit zu tun haben, dass die Unrechtsstaat-Lüge nicht mehr sonderlich verfängt angesichts an die zehn Millionen Leuten, die in Hartz IV-Verhältnissen leben. Und das soll ja noch nicht das Ende der Flexibilisierung der Arbeitswelt sein. Viele Millionen mehr Menschen haben Angst, sie könnten dahin kommen, wo die "Hartz IVler" schon sind, und diese Angst ist durchaus berechtigt. In der DDR gab es keine Arbeitslosen und auch keine Drecksjobs, von denen man nicht leben konnte. Da heisst es: Besser das Maul halten. Die Leute könnten ja auf die Idee kommen, dass es an der DDR so Manches gab, das sich wieder zu verschaffen das Leben aushaltbarer machen würde. Das wäre aber total gegen die Flexibilisierung der Arbeitswelt und die Sachzwänge.

 

In der Bloggerwelt ist das Datum verschiedentlich bemerkt worden, nicht nur von Kommunisten. modesty schreibt z. B. das: 

 

 

http://gedankenerbrechen.wordpress.com/2012/08/24/ein-westkind-gratuliert-100-jahre-erich-honecker/

Veröffentlicht in DDR

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gunther 08/29/2012 14:34


Problem von Honecker, Krenz usw. war immer, das man diese Politiker einfach nicht annehmen konnte. Sie waren in ihrem Auftreten schwer zu ertragen, aber umso schlimmer ist diese selbstverursachte
Verzerrung zu ertragen ( auch gewesen), denn auch ich habe endlich mal seine Rede vor dem Gericht gelesen. 


 


Als Bürger bin ich gegen die Mauer, als Vertreter des Staates kann ich es verstehen. Ob nun wirklich ein Kriegsszenario entstanden wäre glaube ich nun nicht, aber sein geschichtlicher Abriss
zeugt von einem klaren Verstand, von Rundumsicht eines Staatsmannes und "Kosmopoliten", der weiss was er sagt. Und einen Staat zu lenken und Verantwortung zu übernehmen, diese vielen Konflikte zu
kennen, vor allem die geheimen, kann man ihm nicht aberkennen. Es ist klar das man als Staatsmann einen anderen Hintergrund hat, das muss respektiert werden. Außer diesem schwierigen
Mauer-Sachverhalt stimme ich in allen Darstellungen überein. Wer hätte das jemals gedacht? Und das ärgert mich!


 


Es ist unglaublich was die Geschichte durch die zeitliche Distanz erbringt, Bewertungen verändern sich...