Staatsterrorismus

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Auf der neuen "Terrorliste", die von der Regierung Obama veroeffentlicht worden ist, ist neben Laendern wie Iran, Syrien; und Sudan auch Kuba aufgefuehrt. Den aufgelisteten Staaten wird vorgeworfen, sie unterstuetzten "internationalen Terrorismus".

Der kubanische Kanzler (Chef des diplomatischen Dienstes) Bruno Rodriguez Parilla hat das fuer sein Land zurueckgewiesen. "Kuba ist ... in dieser Hinsicht vollkommen sauber. Niemals ist kubanisches Territorium benutzt worden, um terroristische Akte gegen die USA zu organisieren, zu finananzieren oder auszufuehren." Kubas Position gegen jede Form von Terrorismus, gleich wer ihn ausuebt, gegen welches Land er sich richtet und im Namen welcher Ziele er betrieben wird, sei voellig klar und Kuba handele entsprechend.

Im uebrigen haetten die USA keinerlei moralische Autoritaet, das gute oder schlechte Betragen anderer Staaten zu beurteilen. Es seien die USA selbst, die bei der Ausuebung von Staatsterror grosse Erfahrung haetten.

Parilla erinnerte daran, dass die USA Terror gegen Kuba betrieben haetten und bekannte und rechtsgueltig verurteilte Terroristen wie Orlando Bosch und Luis Posada Carriles schuetzten. "Bush war derjenige Praesient, der sich gegenueber der nordamerikanischen Oeffentlichkeit dazu bekannte, dass ungesetzliche Exekutionen durchgefuehrt werden, dass Menschen illegal gefangen und verschleppt werden, dass Geheimgefaengnisse betrieben werden, von denen niemand weiss, ob sie immer noch in Betrieb sind, dass auf usurpiertem Territorium der Republik Kuba ein KZ errichtet wird."

(nach: Granma, 1.5.2009)

Veröffentlicht in Kuba

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M
Es ist bezeichnend, dass die große USA solche Angst vor dem kleinen KUBA hat. Klar  war in der Vergangenheit die Gefahr, wenn der Sozialismus in Kuba funktioniert - und das wäre ohne das Embargo sehr wahrscheinlich - dass auch die anderen armen Lateinamerikanischen Länder eine solches System einfordern und ein Flächenbrand entstehen könnte.Nur scheint diese Region auch so einen Weg zu finden....Allein aus Prinzip, weil kein Staat sozialistisch sein darf, sich derart in Kuba einzumischen, ist ein Armutszeugnis der angeblichen "Demokratie" USA. Druck von außen wird aber immer nach innen weitergegeben und somit leidet das kubanische Volk am meisten unter dem amerikanischen Embargo, welches ja seine Wirkung so ziemlich verfehlt hat.
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S
<br /> <br /> Das sehe ich aehnlich. Fuer die Kubaner ist das Leben bestimmt kein Zuckerschlecken. Aber schon das, was erreicht worden ist, strahlt auf ganz Lateinamerika aus, und das ist eine Gefahr fuer den<br /> Einfluss der USA in dieser Region. An der "kommunistischen Diktatur" kann die Feindschaft nicht liegen. Die US-Regierungen haben kein Problem mit Diktaturen, wenn es die "richtigen" sind - siehe<br /> z.B. Saudi-Arabien. Sie installieren sogar gelegentlich selbst Diktaturen - siehe die des Generals Pinochet etc.pp.<br /> <br /> <br /> <br />