38. Jahrestag des Pinochet-/CIA-Putsches in Chile

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Vor 38 Jahren putschten in Chile faschistische Generäle, die in enger Verbindung zur CIA standen, gegen die Volksregierung Allendes. Sie köpften buchstäblich eine ganze Generation politisch bewusster Menschen, die Chile aus der Abhängigkeit vom Imperialimus herausführen, die einheimische korrupte Kompradoren-Bourgeoisie entmachten und eine bessere Zukunft für das Volk erreichen wollten. Die Friedhofsruhe im Wortsinn, die die Schlächter hergestellt haben, hielt Jahrzehnte und ihre Auswirkungen sind noch heute spürbar. Der Widerstand konnte aber nie ausgerottet werden. In tiefster Illegalität setzten chilenische Demokraten ihren Kampf fort. Das Herz dieses Widerstands war die kommunistische Partei. Sie organisierte den politischen Kampf und entwickelte auch militärischen Widerstand.

 

Die Bluthunde mussten schliesslich abtreten. Und heute nimmt eine sich politisierende Jugend die Ideen und Ziele ihrer Eltern und Grosseltern wieder auf. 

 

Chilenen demonstrieren am Jahrestag des Putsches

 

SANTIAGO DE CHILE, 11. September. — Aufrufen von Menschenrechtsgruppen, Studentenorganisationen und politischen Führern folgend demonstrierten am Sonntag tausende Chilenen aus Anlass des 38. Jahrestages des Staatsstreiches von 1973 gegen den sozialistischen Ex-Präsidenten Salvador Allende (1970-1973).

 

Menschen jeden Alters nahmen an der Demonstration teil
Menschen jeden Alters nahmen an
der Demonstration teil. FOTO: AFP

 

Die Nationalversammlung für Menschenrechte, die den Marsch einberufen hatte, sprach von über 5.000 Teilnehmern, die zum Hauptfriedhof zogen, teilte Telesur mit.

 

Vom Platz der Helden, vier Straßenzüge vom Regierungssitz entfernt, begab sich der Zug in absoluter Ruhe zum Hauptfriedhof, wo die Teilnehmer der Ermordeten und Verschwundenen gedachten.

 

Wie PL mitteilte, führten den Marsch auch Vertreter der Studenten und der chilenischen Lehrerschaft an, die für die antineoliberale soziale Bewegung stehen, die für einen strukturellen Wandel im chilenischen Bildungsmodell eintritt.

 

Die Schüler und Studenten forderten den Rücktritt des Innenministers Rodrigo Hinzpeter, den sie wegen „Gewaltüberschreitungen“ während der Demonstrationen anklagen, fügte Telesur hinzu.

 

Menschen jeden Alters führten bunte Fahnen mit den Bildern von Salvador Allende, Víctor Jara und Che Guevara, in der Mehrheit Jugendliche, die patriotische Losungen riefen.

 

Neben Fotos von Ermordeten und Verschleppten war auf Plakaten zu lesen: „Allende: präsent in den Kämpfen des Volkes“, „Wir öffnen die großen Alamedas“, „Die chilenische Bildung steht nicht zum Verkauf“ oder „Neue Verfassung für Chile“.

 

Quelle: http://www.granma.cu/aleman/unser-amerika/12sept-Chilenen.html

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