Afghanistan: WAZ petzt. Die Linke schweigt

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Die Öffentlichkeit wird über den Afghanistankrieg systematisch belogen. Lange Jahre war zunächst Staatsräson, dass der Krieg nicht Krieg genannt werden darf. Dann wurde die Parole ausgegeben, bis 2014 werde die Bundeswehr aus Afghanistan abgezogen. In Wirklichkeit bleibt sie, jedenfalls bis sie von den Afghanen entgültig verjagt wird.

 

Der Krieg ist nichts weniger als eine "humanitäre Aktion". Es geht nicht um unterdrückte afghanische Frauen, und den "Aufbau einer Zivilgesellschaft", sondern um das Mitmischen Deutschlands in aller Welt, um die alte Grossmannssucht, die Deutschland im 20. Jahrhundert zweimal zu millionenfacher Mörderei und selbst ins Verderben geführt hat. Die BRD ist wahrlich der Nachfolgestaat des "Dritten Reiches". Dieser offizielle Anspruch wird konsequent eingelöst, immer unverschämter, seit es gelang, die DDR zu beseitigen.

 

Die imperialistische Regierung wie die imperialistische Opposition - die Rollen sind jederzeit vertauschbar - ist sich darin einig, dass am deutschen Wesen wieder jedes Stück Welt genesen muss, das in die deutschen Adlerkrallen genommen werden kann. Eine Mehrheit der Deutschen will das nach wie vor nicht, trotz unablässiger Bearbeitung der Köpfe. Deshalb muss gelogen werden, muss geschönt werden, müssen die Tatsachen auf den Kopf gestellt werden. 

 

In Sachen Afghanistan werden beständig "kleine Erfolge", die "leichte Verbesserung der Sicherheitslage" etc, gestreut. In Wirklichkeit ist der Bundeswehreinsatz ebenso ein Desaster wie der der übrigen Besatzungsarmeen. Seltsamerweise löckt die mächtige WAZ-Gruppe bezüglich Afghanistan ein wenig gegen den Stachel. Was die Vertreter der Linkspartei in den zuständigen Parlamentsausschüssen versäumen, lässt Frau Grotkamp ihre Redakteure tun. 

 

Hier Näheres dazu:

 

http://opablog.net/2012/12/01/waz-leak-ein-geschlossener-ausschuss-und-die-linke/ 

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