Ägypten: Revolution oder Regime-Austausch ?

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

Die westlichen Medien, die sich ein paar Wochen lang vor Begeisterung über die "ägyptische Revolution" fast überschlagen haben, treiben längst wieder andere Säue durchs Dorf. Das Publikum soll unterhalten werden. Die "Informationsflut" muss die Köpfe überschwemmen, andernfalls sie Zeit zum Nachdenken kriegen könnten. Da denken die Medien lieber selber vor, ahe bei eigenem Nachdenken des Publikums Unerfreuliches herauskommen kann.

 

Ägypten gibt es noch, wenn auch nicht mehr in den Schlagzeilen. Was in Ägypten passiert ist, war keine Revolution. Die Verhältnisse sind noch im tanzen. Ein runderneuertes Regime ist noch nicht stabilisiert, aber vorkäufig haben die selben Leute das Eigentum an der Wirtschaft, das Geld und den Staatsapparat wie vor der Absetzung Mubaraks auch - die ägyptische Bourgeoisie und ihre umsichtigen auswärtigen Freunde. Den ägyptischen Massen geht es nicht besser als zu Mubaraks Zeiten. Die erkämpften Freiheiten sind noch nicht gesichert.

 

Der Volkswiderstand ist aber ungebrochen. Der Staatsapparat hält dagegen wie eh und je. Hier ein Detail:

 

http://www.almasryalyoum.com/en/node/480621 .

 

Die Gewerkschaftsbewegung hat die infiltrierten Anhänger des Regimes in ihre bürokratischen Apparate noch nicht (noch nicht überall ?) abschütteln können. Hier ein Beispiel:

 

http://www.almasryalyoum.com/en/node/480609

 

 

Die kommunistische Partei erklärt, der regierende Militärrat benutze die selben Methoden wie das Mubarak-Regime - Verleumdungskampagnen und gewaltsame Repression:

 

 

http://www.almasryalyoum.com/en/node/480551

 

 

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