Friday, 13. january 2012 5 13 /01 /Jan. /2012 07:00

Ein Artikel in der Parteizeitung Granma von Dalia Gonzalez Delgado über einen Vortrag Ahmadineshads an der Universität Havanna

 

 

Für eine Welt, die alle Menschen achtet
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hielt einen Vortrag in der Universität Havanna

Dalia González Delgado / Fotos: Jorge Luis González

 

„Der Kapitalismus ist im Niedergang. Die Welt braucht einen neuen Blick, der alle Menschen achtet", äußerte der Präsident des Iran, Mahmud Ahmadinedschad während einer Rede im Auditorium Maximum der Universität Havanna, wo er den Ehrendoktortitel für Politikwissenschaften erhielt.

Ahmadinedschad erhielt den Ehrendoktortitel für Politikwissenschaften der Universität Havanna
Ahmadinedschad erhielt den
Ehrendoktortitel für Politikwissenschaften
der Universität Havanna

Der iranische Staatschef verurteilte das kapitalistische System
Der iranische Staatschef verurteilte das
kapitalistische System

Bei seiner Ankunft in Kuba wurde er vom Vizepräsidenten des Staatsrats, Esteban Lazo Hernández, empfangen
Bei seiner Ankunft in Kuba wurde er
vom Vizepräsidenten des Staatsrats,
Esteban Lazo Hernández, empfangen

 

 

„Meine Anwesenheit in Kuba ist Zeichen der Solidarität zwischen unseren beiden revolutionären Völkern", versicherte er.

Das höchste Ziel der Menschen sei nach Meinung des Staatschefs, glücklich zu sein, und um das Glück zu erlangen, seien drei Bedingungen erforderlich: Weisheit, Gerechtigkeit und Nächstenliebe.

 

Hinsichtlich des ersten Aspekts betonte er die Wichtigkeit der wissenschaftlichen Kenntnisse, verurteilte aber die Wissenschaft im Dienst des Mordens oder der Demütigung von Menschen.

Er beschuldigte die kapitalistischen Wirtschaftstheorien, Millionen Menschen in die Armut und zur ständigen Ausplünderung der Völker geführt zu haben.

 

„Die Wurzel aller Kriege ist die Ungerechtigkeit. Nur die Gerechtigkeit garantiert einen wirklichen Frieden. Unsere gemeinsame Aufgabe besteht darin, gegen die Ungerechtigkeit zu kämpfen", betonte er.

 

Ahmadinedschad kritisierte entschieden die Kriege der Vereinigten Staaten gegen den Irak und gegen Afghanistan und wandte sich, in klarer Anspielung an Washington, gegen „diejenigen, die Kriege führen, um die Präsidentschaftswahlen zu gewinnen".

 

Seiner Meinung nach führt das kapitalistische System nur zur Ungerechtigkeit. „Wenn ihm bereits die Logik fehlt, wird zu den Waffen gegriffen, um zu töten und zu zerstören. Das einzige, was dem kapitalistischen System heute geblieben ist, ist zu töten. Es ist ein System, das praktisch am Scheitern und in seinem Niedergang ist." In einigen Szenarien befinde sich der Kapitalismus „in einer Sackgasse", sagte er.

 

Deshalb forderte er eine neue Weltordnung auf der Grundlage der Gerechtigkeit und der Achtung aller Menschen und ermutigte Kuba und seine Studierenden, gemeinsam mit denen des Irans für deren Gestaltung zu arbeiten: „Wir werden mit euch in diesem Kampf um die Erreichung der Würde des Menschen stehen."

„Wir müssen aufmerksam und wachsam sein. Wenn wir nicht die neue Weltordnung der Zukunft planen, werden es die Erben der Sklavenhalter und die Kapitalisten sein, die das neue System kontrollieren und uns auferlegen werden", fügte er hinzu.

Der iranische Präsident verurteilte den Imperialismus, weil er ihn als unmenschliches Denken erachtet. „Die Gerechtigkeit wird kommen", schloss er.

 

Dem Festakt der Verleihung des Ehrendoktortitels wohnten bei: Esteban Lazo Hernández, Vizepräsident des Staatsrats; Gustavo Cobreiro Suárez, Rektor der Universität Havanna; José Carlos Vázquez López, Dekan der Fakultät für Philosophie und Geschichte, und Repräsentanten des in Kuba akkreditierten diplomatischen Korps.

 

Cobreiro erklärte die Gründe, weshalb Ahmadinedschad eine so hohe Auszeichnung verliehen wurde: Die iranische Revolution von 1979 war ein historischer Meilenstein. In seinen beiden Amtszeiten seit 2005 hat Ahmadinedschad die Beziehungen zu Kuba vertieft und die Verbindungen mit Lateinamerika gefördert. Außerdem verteidigt er das Recht der Völker auf Selbstbestimmung gegenüber ausländischen Aggressionen.

José Carlos Vásquez legt den politischen Werdegang von Ahmadinedschad dar und erinnerte daran, dass er sich von jungen Jahren an den Kämpfen seines Volkes anschloss.

 

Mit dem Sieg der Islamischen Revolution im Iran wurde er zu einem der Gründer und Mitglieder des Islamischen Studentenverbandes der Universität für Wissenschaften und Technologie.

Nach dem Vortrag legte Ahmadinedschad vor dem Denkmal des Nationalhelden José Martí auf dem Platz der Revolution ein Blumengebinde nieder, wobei ihn der Erste Vizeminister für Auswärtige Beziehungen, Marcelino Medina, begleitete. Der iranische Staatschef erhielt eine Erklärung über das Leben und Werk des Apostels.

 

Der persische Staatsmann war am Mittwochmittag in Kuba eingetroffen und vom Vizepräsidenten des Staatsrats Esteban Lazo auf dem Internationalen Flughafen José Martí empfangen worden.

Kuba war die dritte Station seiner durch vier Länder führenden Lateinamerikareise.

 

Quelle: http://www.granma.cu/aleman/kuba/12ener-Universitat.html

 

 


von Sepp Aigner - veröffentlicht in: Kuba - Community: Kritische Massen
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