Beispiel Österreich: Runter mit den Löhnen ?

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

In Österreich versuchen die Metall-Industriellen, den Branchen-Tarifvertrag zu beseitigen. Als erster Schritt soll sein Einheitlichkeit beendet werden und sollen für verschiedene Bereiche verschiedene Veträge durchgesetzt werden. Die Metall-Tarife sind Schlüsseltarife für die gesamte Wirtschaft. An ihnen orientieren sich auch die übrigen Branchen. Der Angriff gilt deshalb allen Lohnabhängigen. Das Ziel ist die Absenkung des Lohnniveaus im allgemeinen.

 

Das wird in den verschiedensten Varianten in allen EU-Staaten betrieben. Die "internationale Wettbewerbsfähigkeit" soll mit einer Angleichung des Lohnniveaus in Europa an das von "Schwellenländern" gesichert werden - eine Spirale, die nach unten offen ist bis zur Reduzierung der Löhne auf das Minimum, das für den physischen Erhalt der Arbeitskraft notwendig ist. In Deutschland z. B. ist das für den Bereich der prekär beschäftigten Niedriglöhner so gut wie erreicht.

 

Die noch besser Bezahlten sollten nicht meinen, dass sie nicht auch gemeint sind. Wenn die Tendenz nicht gebrochen wird, wird sich die Spirale auch für sie nach unten drehen. In Griechenland, Portugal und Irland ist das allgemeine Lohnniveau bereits in der Grössenordnung eines Drittels abgesenkt worden. Noch weitergehende Kürzungen stehen an, wenn die Gewerkschafter das nicht verhindern. Das ist der Massstab, der auch an die Lohnabhängigen in denjenigen EU-Staaten gelegt werden wird, in denen die Mehrheit heute noch besser dasteht.

 

Hier ein Aufruf der Kommunistischen Jugend Österreichs, die Unternehmer-Offensive Richtung Armut zu stoppen:

 

http://kjoe.at/?p=1777 

Veröffentlicht in EU

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