China schwimmt in Geld. Tendenz weiter steigend.

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

Die VR China hält gegenwärtig US-Schuldpapiere im Umfang von 820 Milliarden Euro, bei weiterhin steigender Tendenz.  Das ist mehr als ein Drittel der chinesischen Devisenüberschüsse von insgesamt 2200 Milliarden E. Allein im Mai nahm die Summe um 5,1 Mia E zu. Damit ist China mit Abstand der grösste Halter von US-Staatspapieren, von denen insgesamt 3100 Milliarden Euro ausserhalb der USA gehalten werden. Die nächstgrössten Gläubiger sind Japan und Grossbritannien. 

 

Die chinesische Ratingagentur Dagong Global Rating hat die Bonität der USA bereits auf AA herabgestuft. Eine weitere Herabstufung auf A+ steht wohl bevor. Der Schuldner wird mit einigem Misstrauen beäugt. China will seine Gläubigerposition gegenüber den USA zurückführen. Aber bisher gelingt das nicht. Aus dem Export, den Rückflüssen der Profite chinesischer Kapitalanlagen im Ausland und anderen Kapitalzuflüssen fallen Summen an, die anders als in fragwürdigen Schuldverschreibungen zu re-investieren zu einem grossen Teil nicht möglich ist. China könnte die grössten westlichen Banken leicht kaufen, aber entgegen der Sage vom global freien Kapitalverkehr sind dem politische Riegel vorgeschoben. Mehrere Übernahmeversuche bedeutender US-Konzerne sind daran gescheitert.

 

Vorläufig bleibt China nur, die Diversifizierung seiner Devisenbestände, also die Umschichtung auf Euro und andere Währungen, voranzutreiben und die Konvertibilität der eigenen Währung auszuweiten, so dass weniger Geschäfte über den "Dollar-Umweg" gemacht werden müssen. Ein abrupte Rückführung der Dollaranleihen verbietet sich schon deshalb, weil ein Kurssturz der US-Währung entsprechende Wertverluste bei den von China gehaltenen US-Anleihen bedeuten würde. Den selben Effekt hätte eine starke Aufwertung der eigenen Währung (weshalb die USA das beständig fordern).

 

Immerhin - nicht zu wissen, wohin mit dem verdienten Geld, das sind Probleme, die andere gern hätten.

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Zahlen nach http://german.china.org.cn/fokus/2011-07/21/content_23036636.htm

 

 

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