Demonstrationen und Streiks in Griechenland

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 
Aus Protest gegen Sparpläne der Regierung hat heute ein Generalstreik begonnen. Sowohl die Fährverbindungen vom Festland auf die griechischen Inseln als auch der Bahn- und öffentliche Nahverkehr wurden eingestellt.

In der Hauptstadt Athen folgten Zehntausende Menschen einem Aufruf der Gewerkschaften und nahmen an Demonstrationen gegen geplante Privatisierungen und Einschnitte im Staatshaushalt teil.

Zu Mittag begann auch eine vierstündige Arbeitsniederlegung der Fluglotsen. Dutzende Inlandsflüge fielen aus. Im internationalen Verkehr gab es Verzögerungen. Zudem streiken in Griechenland die Journalisten für 24 Stunden. Im Radio und Fernsehen gibt es bis 6.00 Uhr am Donnerstag keine Nachrichten. Auch die öffentliche Verwaltung sowie Schulen und Krankenhäuser wurden bestreikt. Den größten Block bei der Athener Demonstration stellte die kommunistische Gewerkschaft PAME.


ORF: Proteste und Streiks in Griechenland


Zu den Streiks hatten die beiden größten Gewerkschaftsverbände des privaten (GSEE) und des staatlichen Sektors (ADEDY) aufgerufen. Der Generalstreik ist bereits der zweite seit Jahresbeginn und der neunte seit dem Beginn der griechischen Finanzkrise. Der Protest richtet sich gegen weitere Sparmaßnahmen sowie gegen geplante Privatisierungen im Umfang von rund 15 Milliarden Euro.

Die griechische Regierung habe bisher zu wenig gegen Steuerprivilegien getan, sagt der deutsche Ökonom Jens Bastian von der griechischen Stiftung für Außenpolitik in Athen.

Quelle:ORF.at.

Die Protestaktionen richteten sich konkret gegen eine weitere Sparrunde im Umfang von etwa 23 Milliarden Euro, über die das Parlament in diesem Monat abstimmen will. Laut einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des privaten Fernsehsenders Mega TV äußerten sich 71 Prozent der Griechen unzufrieden über den Umgang der Regierung mit der Wirtschaftskrise.

Das hoch verschuldete Griechenland ist im vergangenen Jahr nur knapp dem Staatsbankrott entgangen und hat Finanzhilfen im Umfang von 110 Milliarden Euro von der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds (IMF) erhalten. Dafür musste sich die sozialdemokratische Regierung in Athen verpflichten, ein umfangreiches Sparprogramm umzusetzen. Dieses sieht unter anderem Pensions- und Gehaltskürzungen, Steuererhöhungen und die Anhebung des Renteneintrittsalters vor. Die Maßnahmen haben in den vergangenen Monaten zu vielen Streiks in allen Branchen geführt.

 

Quelle: NZZ

 

http://www.kominform.at/article.php/20110511134434674

 

update:

 

http://www.jungewelt.de/2011/05-12/001.php

 

 

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