Der alltägliche Faschismus in Insel - keine Insel

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

Ein Blogeintrag von kucaf , den ich weiterverbreiten möchte:

( http://kucaf.de/2012/06/05/der-alltagliche-faschismus-%e2%80%93-keine-insel/ )

Der alltägliche Faschismus – keine Insel!

 

Der alltägliche Faschismus – keine Insel!

Nun füllen die Vorkommnisse in Insel, einen kleinen Ort in Sachsen-Anhalt, in der Altmark, nicht zum ersten Mal Zeitungsseiten. Nachdem etwas Ruhe eingekehrt war, eskaliert die Situation gegenwärtig wieder und zeigt wie weit faschistisches Gedankengut heute wieder in der Mitte der Gesellschaft verankert ist. Das dieses von faschistischen Organisationen genutzt wird, um in diesem Fall Präsenz zu zeigen, wundert eigentlich nicht, haben doch „anständige“ Bürger gute Vorarbeit geleistet. Heute ist in der MZ zu erfahren, „Insel wird zur Festung“ nach dem gestern zu lesen war, „Bewohner von Insel greifen an“, auf weitere begleitende Kommentare und Texte sei hier nur verwiesen, ein Teil kann in der Internetausgabe der Zeitung ebenfalls nachgelesen werden.

An diesem Beispiel ist sehr gut zu erkennen, wie weit faschistisches Gedankengut in der Gesellschaft heute schon wieder verwurzelt ist und wie wenig Widerstand diesem entgegengesetzt wird. Da ist es über längere Zeit möglich Menschen zu terrorisieren, zu stigmatisieren und die Situation sich eskalieren zu lassen, bis hin zur versuchten Selbstjustiz. Der Sprachgebrauch der Presse tut ihr übriges, wenn nicht gar gehetzt wird, wie im Fall des weggezogenen Opfers, über dessen Wegzug die Bildzeitung nicht nur berichtete, sondern sogar dessen neuen Wohnort preisgab und die Stoßrichtung faschistischen Treibens gleich vorgab. Das Bild was sich ergibt ist erschreckend, nicht Integration in die Gesellschaft, sondern Ausschluss aus der Gesellschaft. Dazu wird eine regelrechte Hetzjagd veranstaltet, erst wird über eine längeren Zeitraum Psychoterror ausgeübt, welcher nun in physischen Terror übergeleitet wird, in dem das Anwesen überfallen werden soll, um die anwesenden Opfer zu vertreiben. Dieses kann zwar mittels entsprechender Polizeipräsenz verhindert werden, wobei die Tat für die Täter keine Konsequenzen zu haben scheint.

Im Sprachgebrauch der Medien wird das Bild zum Teil auf dem Kopf gestellt, da beständig die Rede von den in der Altmark-Gemeinde Insel lebenden „Sexualstraftätern“ ist. Als ob diese dorthin gezogen wären, um ihre Strafe abzusitzen und die Bürger sich nun gegen diesen „offenen Vollzug“ verwahren. Dabei haben die Männer ihre Strafen abgesessen und waren bestrebt einen Neuanfang zu wagen, sich in der Gesellschaft zu integrieren!

 

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Veröffentlicht in Gegen Rechts

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