Der erste Mensch im Weltraum war ein Kommunist

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

Sorry, die Überschrift kann ich mir nicht verkneifen. "Der erste Mensch im Weltraum war ein Amerikaner !" - das würde den Anhängern des "freien Westens" schon schmecken. War aber nicht. War ein kommunistischer Sowjetbürger.

 

Hier eine Schilderung des Starts der ersten bemannten Weltraumrakete vor heute fünfzig Jahren:

 

 »Ich sehe die Erde, ich sehe den Horizont. Welche Schönheit… Der Horizont ist zu den Seiten hin etwas gekrümmt.« Das waren die ersten Worte, die Gagarin im Orbit sagte. Fünfzig Minuten nach dem Start: »Stimmung gut. Setze Flug fort. Befinde mich über Amerika.«


http://www.jungewelt.de/2011/04-12/013.php

 

Ronald Friedmann beschreibt weiter in dem jw-Artikel die Reakton der USA und den technischen und propagandistischen kosmischen Wettlauf zwischen den beiden "Supermächten".

 

Hier die Erklärung, die Gagarin vor dem Start abgab:

 

http://sascha313.blog.de/2011/04/11/juri-gagarin-kommunist-10989498/

 

Nach dem Flug, der Gagarin unvergessen macht wie Kolumbus, entfaltete sich ein gewaltiger Kult um den mann, der allgemein als bescheiden und uneitel geschildert wird. Dazu steht hier einiges:

 

http://www.kominform.at/article.php/20090307181424823

 

Zu Gagarins Lebenslauf steht bei Wikipedia:

 

Juri Gagarin wurde am 9. März 1934 als Sohn einer einfachen Bauernfamilie im Dorf Kluschino geboren, sein Vater war Zimmermann, die Mutter Kolchosbäuerin; er hatte zwei Brüder und eine Schwester. Am 1. September 1941 wurde er in die Dorfschule von Kluschino eingeschult, der Schulbesuch wurde aber durch den Zweiten Weltkrieg und die Besetzung des Dorfes am 12. Oktober 1941 durch deutsche Soldaten unterbrochen. Seine Schwester und einer seiner Brüder wurden zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt. Sie kehrten nach dem Krieg zurück. Erst nach der Befreiung des Dorfes durch die Rote Armee am 9. April 1943 konnte der Schulunterricht fortgesetzt werden.

In die Zeit des Krieges fällt auch ein angeblich prägendes Erlebnis, das in der Vorbildliteratur zu Gagarin stets erwähnt wird: Gagarin soll gesehen haben, wie ein sowjetischer Jagdflieger in seiner Nähe landete, um einen anderen, notgelandeten Flieger mitzunehmen und so vor deutscher Gefangenschaft zu retten.

Nach einem Umzug in die Stadt Gschatsk (heute Gagarin) besuchte Gagarin die Mittelschule. 1951 beendete er eine zweijährige Ausbildung an einer Handwerkerschule in Luberzy mit der Facharbeiterprüfung als Gießer. Anschließend studierte er am Industrietechnikum in Saratow und erhielt dort ein Diplom als Gießereitechniker.

Pilot [Bearbeiten]
Postkarte „Juri Gagarin“ Moskau 1962

Während des Studiums wurde er Mitglied des Aeroklubs in Saratow und bestand seine erste Flugprüfung am 3. Juni 1955. Im gleichen Jahr trat er in die sowjetischen Streitkräfte ein und wurde in die Fliegerschule in Orenburg aufgenommen. Am 7. November 1957 wurde Gagarin zum Leutnant befördert. Ebenfalls im Jahr 1957 heiratete er die Ärztin Valentina Gorjatschowa. Von 1957 bis 1959 diente Gagarin bei einem Jagdfliegerregiment der Nordflotte. Es war in der Oblast Murmansk am Polarkreis stationiert. Hier wurde Gagarin Mitglied der KPdSU. Am 10. April 1959 wurde seine Tochter Jelena geboren, am 12. März 1961, genau einen Monat vor seinem Raumflug, seine zweite Tochter Galja.

Erster Kosmonaut [Bearbeiten]
Nachbildung der Wostok-Trägerrakete
Landekapsel von Wostok 1
Hauptartikel: Wostok 1

1960 wurde Gagarin als potenzieller Kosmonaut ausgewählt. Am 3. März kam er auf Befehl des Oberkommandierenden der Luftstreitkräfte Konstantin Andrejewitsch Werschinin in die Gruppe der Kosmonautenkandidaten und erhielt vom 11. März 1960 bis Januar 1961 eine entsprechende Ausbildung. Er wurde vor allem wegen seines ruhigen Temperaments aus den 20 möglichen Kandidaten ausgewählt, um als erster Mensch die Erde zu verlassen. Am 12. April 1961 absolvierte er mit dem Raumschiff Wostok 1 seinen spektakulären Raumflug und umrundete dabei in 108 Minuten einmal die Erde. Er landete im Wolga-Gebiet, in der Nähe der Städte Saratow und Engels. Auf dem Landeplatz steht heute ein Denkmal, und der Jahrestag seines Raumfluges wird dort heute noch jährlich mit einer kleinen Feier begangen.

Gagarin war bis 1963 Kommandeur der sowjetischen Kosmonautengruppe und studierte danach an der Militärakademie für Ingenieure der Luftstreitkräfte „Prof. N. J. Schukowski“. Er war als Ersatzpilot des 1967 beim Flug von Sojus 1 tödlich verunglückten Kosmonauten Wladimir Michailowitsch Komarow vorgesehen.

Unfalltod [Bearbeiten]

Am 27. März 1968 verunglückte Gagarin bei einem Übungsflug mit einer MiG-15 UTI tödlich. Gagarin war im Februar 1968 zum Ausbilder der Kosmonauten ernannt worden, doch zuvor hatte er noch seine Ausbildung zum Kampfpiloten zu Ende bringen wollen. Diese war wegen seines Kosmonautenprogramms abgebrochen worden.

 

 

Veröffentlicht in Geschichte

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