Deutsche Soldaten in Afghanistan !

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Wenn Ihr jetzt den Einsatz verweigert, seid Ihr nicht Feiglinge, sondern Helden.

Wenn Ihr jetzt die Rückführung nach Deutschland verlangt, seid Ihr nicht Verräter, sondern Patrioten.

Der einzige legitime Platz eines deutschen Soldaten ist in Deutschland.

Der einzige legitime Dienst eines deutschen Soldaten ist die Verteidigung des Landes.

Lasst Euch nicht für Kriege in fremden Ländern missbrauchen, wie immer diese Kriege auch falsch benannt werden und was immer man Euch an Lügen über ihren Zweck vorgaukelt.

Benutzt Eueren Kopf, ehe ihr ihn in ungerechten, grundgesetzwidrigen, verbrecherischen Kriegen verliert.

Schande ist nicht die Verweigerung von Befehlen, die mit der Landesverteidigung nicht das geringste zu tun haben. Schande ist die Ausführung von Befehlen, die mit der Landesverteidigung nicht das geringste zu tun haben.

Einsatzverweigerung in Afghanistan ist nicht Verrat an den Kameraden. Einsatzverweigerung in Afghanistan ist ein Vorbild, das vielleicht auch andere rettet, wenn sie rechtzeitig zur Besinnung kommen.

Euere Familine brauchen keinen toten Sohn, keine tote Tochter, keinen fürs Leben gezeichneten Krüppel.

Kehrt jetzt um.

Morgen könnt Ihr bei den Toten oder Verstümmelten sein. Das "Vaterland" wird es Euch nicht danken. Euer Leben wird zu Ende oder zerstört sein, und Ihr werdet mit Euerem Schicksal allein sein. Für die Schreibtischhengste seid Ihr nichts weiter als eine Nummer, die abgehakt wird.

Kehrt jetzt um. Geht heim. Lasst Euch nie wieder irgendwohin schicken.

Veröffentlicht in Deutschland

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K
<br /> <br /> Ja Sepp,<br /> <br /> <br /> Du hast natürlich Recht, ganz soweit ist die Bundeswehr noch nicht und es spielen durchaus weitere Faktoren eine Rolle, nur sollten wir uns auch keiner falschen Hoffnungen hingeben. Dabei spielen<br /> Befindlichkeiten in der Bevölkerung ebenfalls eine Rolle, zwar ist eine Mehrheit in diesem Land dafür die Truppen aus Afghanistan abzuziehen, nur wie verhält es sich mit anderen Kriegen? Wie<br /> verhält sich diese Mehrheit zum Beispiel im Falle Libyen? Da verfangen doch ganz andere Ansichten.<br /> <br /> <br /> Letztlich geht es also auch darum, den Charakter einer imperialistischen Armee aufzudecken, zu beweisen, dass diese alles andere ist, aber kein Instrument zur Wahrung von Menschenrechten. Das<br /> auch im Falle der Streitkräfte privatisiert wird, ist nicht von der Hand zu weisen, allein die Hauptmacht wird nach wie vor von den Staaten unterhalten. Dabei spielen die US-Streitkräfte durchaus<br /> auch die Rolle eines Dienstleisters, gedacht sei an Zahlungen an die USA auch durch die deutsche Regierung, zum Beispiel im Zusammenhang mit dem ersten Golfkrieg.<br />   <br /> <br /> <br /> <br />
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S
<br /> <br /> Militär/Bevölkerung: Es laufen da ja zwei Prozesse. Erstens werden unablässig die Köpfe der Bürger bearbeitet, um die Bereitschaft zur Unterstützung oder wenigstens einverstandenen<br /> Hinnahme von Aggressionskriegen zu stärken. Andereseits wird das Militär stärker von den Bürgern abgeschottet via Berufsarmee. Das wird sie auch für den Einsatz nach innen verwendbarer<br /> machen. <br /> <br /> <br /> <br />
K
<br /> <br /> „was in den Soldatenköpfen jetzt vielleicht vorgeht, da sich die Verluste in Afghanistan häufen“, kann so einfach nicht gesagt werden, ohne die allgemeine Produktivkraftentwicklung zu<br /> berücksichtigen. Im Gegensatz zu früheren Kriegen, wie den ersten und zweiten Weltkrieg, wo im allgemeinem jeder im wehrfähigen Alter auf die Schlachtbank geführt wurde, wird heute durchaus<br /> selektiert. Das der Umbau der Bundeswehr in eine Berufsarmee ist ein entscheidender, längst  überfälliger Schritt in diese Richtung und sollte somit nicht außer acht gelassen<br /> werden.<br /> <br /> <br /> Welche Rolle dabei die Produktivkraftentwicklung spielt liegt auf der Hand, auch im Kriegshandwerk wird der Mensch nach und nach durch technische Entwicklungen „verdrängt“. Töten ist effektiver<br /> geworden und die Beherrschung modernen Kriegsgerätes erfordert weitergehende und höhere Qualifikationen als früher. Kriege werde mittels eindeutiger technischer Überlegenheit gewonnen, allein die<br /> Besetzung eines Landes bereitet Probleme. Aus diesem Grund wird es Notwendig Vasallenarmeen aufzustellen, auszubilden und auszurüsten, wie gegenwärtig in Afghanistan. Diese haben dann die<br /> Aufgaben des „Fußvolkes“ zu übernehmen, und eventuellen Widerstand in der Fläche klein zu halten.<br /> <br /> <br /> Um aber auf die Köpfe der Soldaten zurück zu kommen, so werden diese ihrer „Berufsbezeichnung“ im eigentlichem Sinne gerecht, Söldner! Berufssoldaten machen ihren Job, sind sich der Konsequenzen<br /> im Allgemeinen bewusst und werden dafür bezahlt. Des Weiteren ermöglicht die langwierige Ausbildung eine entsprechende ideologische Formung der Charaktere, aber auch das Bewusstsein<br /> technologischer Überlegenheit sollte nicht unterschätzt werden.<br /> <br /> <br /> Übrigens, sind die bekannten Verluste der Bundeswehr in Afghanistan die wirklichen Verluste? Gedacht sei dabei an Spezialeinheiten, deren agieren in der Regel geheim ist, somit unter Umständen<br /> auch „geheime“ Tote produziert werden.<br /> <br /> <br /> Nicht zu vergessen, Soldaten werden zum töten ausgebildet, sie sind ein Instrument der Fortsetzung von Politik mit anderen, kriegerischen Mitteln!   <br /> <br /> <br /> <br />
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S
<br /> <br /> Du hast recht. Die Zeit der Massenheere ist durch die Waffentechnik jedenfalls überholt. Das Söldnerwesen hat Renaissance, und der Trend geht sogar weg vom staatlichen Militär und hin zu<br /> Privatarmeen, die von Fall zu Fall bei Bedarf von Staaten angeheuert werden, wobei der "staatliche Sektor" zu Zeit noch vorherrscht. Am "forgeschrittensten" ist das im Fall der USA.<br /> <br /> <br />  Berufskiller haben natürlich ein anderes Verhältnis als Wehrpflichtige zum eigenen möglichen Tod und zum Töten. Aber Menschen sind sie auch und hundertprozentig können Selbsterhaltungstrieb<br /> und so etwas wie ein Gewissen auch bei ihnen nicht ausgeschaltet werden, auch wenn alles getan wird, ihnen solche Disfunktionalitäten abzutrainieren.<br /> <br /> <br /> Die Bundeswehr ist hier noch in einem Übergangsstadium. Das Abrichten zur dumpfen Killermaschine a la US-Marines ist noch nicht perfekt. Auch die Ausbildung einer Söldnermentalität braucht Zeit.<br /> Nicht umsonst wird die Truppe so intensiv mit Propaganda zugemüllt. Das ist noch nötig. Es gibt latenten Widerwillen, ganz vereinzelt sogar einen gewissen Widerstand. http://www.darmstaedter-signal.de/aktuell.php  <br /> <br /> <br /> <br />
G
<br /> <br /> Gedanken bzw. Einsichten, die zu ihrer Entstehung des Anblicks von Eingeweiden bedürfen, begegne ich mit Vorsicht. Den Rest glaube ich wirklich, stell dir vor.<br /> <br /> <br /> <br />
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S
<br /> <br /> Die Vorsicht ist schon angebracht. Aber auf die moralische Sauberkeit von Entscheidungen kommt es weniger an als auf die Entscheidungen.<br /> <br /> <br /> "Den Rest glaube ich wirklich, stell dir vor." - Schade.<br /> <br /> <br /> <br />
G
<br /> <br /> Der Feind lässt diese Auseinandersetzung seiner Soldaten zu und führt und fördert sie sogar öffentlich (Generalinspekteur, Wehrbeauftragter), weil er sich davon zu Recht (wie man sieht) eine<br /> Stärkung der demokratischen Feuerkraft verspricht. So funktioniert heutiger Untertanengeist, indem man sich die Frage stellt: "Ist das wirklich demokratisch, wenn die Drohne die Familien<br /> wegballert?"<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> Du machst bei deiner Annäherung an diesen Geist tolle Fortschritte. Unten legst  du den Soldaten fälschlicherweise dar, das Vaterland würde ihnen ihr Abnippeln möglicherweise nicht danken.<br /> Und ob es das tut. Und wenn nicht, wär's dann schäbig? Ist das die Schweinerei an dem, was die Bundeswehr macht?<br /> <br /> <br /> <br />
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S
<br /> <br /> "So funktioniert heutiger Untertanengeist, indem man sich die Frage stellt: "Ist das wirklich demokratisch, wenn die Drohne die Familien wegballert?" ... und dann bekommt man selbst eine<br /> "geballert". Wer es überlebt und die Eingeweide der Kameraden besieht, die nicht überlebt haben, hat einigen Grund, sich Gedanken zu machen. Wenn, macht er sich die natürlich zunächst in den<br /> Kategorien, die er gelernt hat, also dem ganzen Set der für die Armee zurechtgeschneiderten bürgerlichen Ideologie - Ehrbegriffe und dergleichen. Genau da versuchte ich in dem Text anzusetzen und<br /> darauf hinzuweisen, dass man, selbst wenn man auch nur diese ernst nimmt, Afghanistan kein guter Platz für deutsche "Bürger in Uniform" ist. Weiter erstmal nichts.<br /> <br /> <br /> Ein ganz anderes Thema ist, "was die Bundeswehr macht". Das ist, der stählerne Arm eines imperialistischen Staates zu sein. Das kann man moralisch begutachten ( schäbig, Schweinerei), und<br /> für die Agitation ist das auch ein wichtiger Aspekt, s. o. . Aber das Wesentliche ist nicht irgendein Geist, dem ich mich womöglich annähere (Das glaubst Du doch nicht wirlich, oder ?), sondern<br /> materieller Inhalt und Funktion einer imperialistischen Armee. Das war aber nicht mein Thema an DIESER Stelle. Ich wollte ienfach bloss nachzuvollziehen versuchen, was in den Soldtatenköpfen<br /> jetzt vielleicht vorgeht, da sich die Verluste in Afghanistan häufen, und sie, unter Verwendung der ihnen eingeimpften "Werte", darauf hinweisen, dass diese ziemlich ungesund sind für einen<br /> selbst.<br /> <br /> <br /> <br />
G
<br /> <br /> Genau, deshalb sollte man sich auch fragen, ob man die gleichen Werte wie sie (Schande, Helden etc.) strapazieren sollte.<br /> <br /> <br /> Der heutigen Bundeswehr sind diese moralischen Konflikte in ihrer Truppe,  zu deren radikaler Austragung du die Soldaten aktiv ausrufst, übrigens nicht fremd. Sie lässt den Zweifel daran zu,<br /> ob Dorfreinigung in Nordafghanistan Heldentum sein soll.<br /> <br /> <br /> Das ist der Fortschritt der demokratischen Schlächtertruppe gegenüber der faschistischen. An der - inneren - Auseinandersetzung möchte ich aber nicht teilhaben.<br /> <br /> <br /> <br />
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S
<br /> <br /> "An der - inneren - Auseinandersetzung möchte ich aber nicht teilhaben." - Ich schon. Wenn ich den Feind schwächen kann, schwäche ich ihn, auch mit seinen eigenen Waffen. <br /> <br /> <br /> <br />