Die KP Luxemburgs zum Krieg in Mali

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Übernommen von http://www.redglobe.de/afrika/mali/5721-kpl-gegen-krieg-in-mali

 

KPL gegen Krieg in Mali | Drucken | E-Mail

 

 
Dienstag, den 15. Januar 2013

Kommunistische Partei Luxemburgs

Seit dem vergangenen Freitag führt die ehemalige Kolonialmacht Frankreich Krieg im westafrikanischen Mali. Angeblich soll ein weiterer Vormarsch islamistischer Rebellen aus dem Norden des Landes zur Hauptstadt Bamako verhindert werden. Zu diesem Zweck hat die französische Luftwaffe Städte und Siedlungen mit Bomben und Raketen angegriffen. Bereits in den ersten Tagen des Kriegseinsatzes französischer Truppen wurden über 100 Menschen getötet, darunter Frauen und Kinder.

Nach den Worten des französischer Kriegsministers Jean-Yves Le Drian geht es angeblich darum, einen »Terrorstaat vor den Augen Frankreichs und Europas« zu verhindern. Mit den gleichen scheinheiligen Begründungen sind die USA und ihre Verbündeten vor Jahren in Afghanistan und in den Irak einmarschiert. In Wirklichkeit geht es bei dem neuen Krieg nicht um den Schutz der Menschen in Mali oder um die Verhinderung eines »Terrorstaates«, sondern – wie stets in solchen Fällen – um die Unterstützung eines dem Westen genehmen Regimes, um die Sicherung des Zugangs zu Rohstoffen und um geostrategische Positionen.

Auch mit der Verstärkung der französischen Kontingente durch andere NATO-Staaten und durch regionale militärische Einheiten gibt es für Mali keine militärische Lösung. Eine Fortsetzung und Ausdehnung des Krieges wird zu noch mehr Zerstörungen, noch mehr Toten, noch mehr Elend und noch mehr Flüchtlingen führen.

Die Kommunistische Partei Luxemburgs lehnt grundsätzlich jeden Krieg als Lösung von Konflikten ab. Die KPL fordert die Regierung Luxemburgs und insbesondere die luxemburgischen Diplomaten auf, sich ihrer wirklichen Verantwortung als Mitglied des UNO-Sicherheitsrates bewußt zu sein und sich für eine friedliche Lösung des Konflikts und den Abzug aller ausländischen Truppen aus der Region einzusetzen.

 

Esch/Alzette, den 15. Januar 2013

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