DKP: Ein Offener Brief und eine Antwort

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Isa Paape und Werner Lutz, beide bekannte Mitglieder der DKP, haben im Vorfeld des 20. DKP-Parteitags einen Offenen Brief veröffentlicht, in dem sie ihre Sorgen über den Zustand der Partei zum Ausdruck bringen und gleichzeitig hinsichtlich der Streitfragen selbst Partei ergreifen - zugunsten der bisherigen Mehrheit der Parteiführung.

 

Hier der Text:

 

http://theoriepraxis.wordpress.com/2013/02/14/aufforderung-zur-umkehr/

 

Auf diesen Offenen Brief hat jetzt Hans-Günter Skalkiewicz, ebenfalls ein bekannter Kommunist, geantwortet:

 

http://theoriepraxis.wordpress.com/2013/02/14/eine-antwort-auf-paape-lutz/ 

 

Abgesehen von den Inhalten dieser Diskussion ist das Verhalten der Homepage kommunisten.de bemerkenswert. Hier wurden bisher (bis heute, 15. Februar 2013) fünf Stellungnahmen im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Parteitag veröffentlicht, darunter auch besagter Offener Brief. Alle veröffentlichten Beiträge stützen einseitig die Positionen der Mayer-Gruppe und bashen die Positionen anderer DKP-Mitglieder, zum Teil in diffamierender und hetzerischer Weise.

 

kommunisten.de firmiert als offizielles Internet-Portal der DKP. Aber in Wirklichkeit funktioniert es als Organ der Mayer-Gruppe. Das Label ist falsch und irreführend. Bemerkenswert ist dabei auch, in welchem Missverhältnis die feierlichen Deklarationen des Mayer-Flügels über eine demokratische Diskussionskultur zum tatsächlichen Verhalten stehen. Bei kommunisten.de "diskutieren" (fast) nur die einen, während die Meinungsäusserungen anderer verschwiegen oder diffamiert werden. "Witzigerweise" wird anderen "Stalinismus" vorgeworfen. Dass es auch anders geht, zeigt Theorie & Praxis. Auf der Homepage der Zeitschrift sind beide oben verlinkte Beiträge veröffentlicht. Dabei ist Theorie & Praxis kein Partei-Organ,sondern offen und ehrlich das Organ einer Strömung in der Partei.

 

Im Gegensatz dazu firmiert kommunisten.de als Partei-Organ, ist aber in Wirklichkeit ein Strömungs-Organ. Offen und ehrlich kann man das nicht nennen. Das ist weder offen noch ehrlich, noch zeugt es von einer demokratischen Diskussionskultur. Es ist manipulativ und andere Meinungen ausschliessend. Kommunisten, die nicht dem Mayer-Flügel angehören, bleibt gar nichts anderes übrig,als andere Medien in Anspruch zu nehmen, wenn sie sich nicht mundtot machen lassen wollen. Beispiel:

 

http://kritische-massen.over-blog.de/article-dkp-ein-artikel-ein-offener-brief-und-eine-stellungnahme-von-hans-peter-brenner-115078758.html )

Veröffentlicht in Kommunisten

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andreas 02/15/2013 20:19


Und wie sollte das "technisch" gehen - wenn Herr Maerks nicht will?


Im Hinblick auf den Parteitag kann man nur hoffen!


 

Sepp Aigner 02/15/2013 20:38



Wenn MM sich nicht an Vorgaben der Parteiführung halten sollte, kann er seine Site ruhig weiterbetreiben, wenn er sich lächerlich machen will. Dann wäre allerdings unbedingt angesagt, eine neue
DKP-HP aufzumachen.



andreas 02/15/2013 13:46


Wäre es hier nicht angezeigt - neben "Theorie & Praxis" - ein "Gegenportal" zu starten? Was spräche dagegen?


Mit Blick auf den kommenden Parteitag sollte man versuchen "gegensätzliche" Meinungen - ohne Zensur und Diffamierung" - zu publizieren!


Kommunisten.de ist für mich schon länger keine "feste Anlaufstelle" mehr!

Sepp Aigner 02/15/2013 13:51



Ich bin für eine andere Lösung: Michael Maercks ablösen. Eine Redaktion einrichten, die klar der Parteiführung verantwortlich ist. Auf kommunisten.de alle zu Wort kommen lassen, nicht fast
ausschliesslich die Mayer-Tendenz. Ob es dazu kommt, wird sich ja in zwei Wochen auf dem Parteitag entscheiden.