Documenta 13: "Die ist fertig."

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Der marxistische Kultursoziologe Werner Seppmann hat sich die documenta angetan. Vergattert wurde er dazu auf einer Vostandsitzung der Marx-Engels-Stiftung. Der hat damit einen guten Beschluss gefasst, denn Seppmanns Gang durch die Ausstellung ist zu einem Artikel geronnen, der einigen Aufschluss über die zeitgenössische Mainstream-Kunst gibt. Sein Text ist in junge welt erschienen.

 

Zitat: "Die Selbstnegation ästhetischer Gestaltung ist auf die Spitze getrieben, der Antihumanismus hat programmatischen Status erlangt, und der Irrationalismus wird als selbstverständlicher Orientierungshorizont propagiert. Der Zerfall der ästhetischen Bedeutungen ist ebenso wie die zunehmende Separierung von Form und Inhalt das Spiegelbild eines zivilisatorischen Regressionsprozesses, der mittlerweile alle soziokulturellen Bereiche erfaßt hat. »Die herrschende Kunst (…) ist in einen Strudel kulturellen Verfalls hineingeraten, der historisch ohne Beispiel ist. Sie unterliegt einem progredierenden Prozeß ästhetischer Barbarisierung. In zunehmendem Maß ist die herrschende Kunst durch einen Zerfall der ästhetischen Bedeutungen charakterisiert«. (Thomas Metscher)"

 

Hier der ganze Text:

 

http://www.jungewelt.de/2012/08-10/014.php

Veröffentlicht in Kultur und Gesellschaft

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