Ein Beispiel für rechtverstandene kommunistische Bündnispolitik

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

In Tönisvorst (Viersen) haben Antifaschistinnen und Antifaschisten höchst unterschiedlicher politischer Ausrichtung und Organisationszugehörigkeit gemeinsam die Verlegung von "Stolpersteinen" durchgesetzt, mit denen an die von den Nazis verfolgten und ermordeten Menschen erinnert wird. Eine kleine, örtliche, konkrete Initiative gegen Faschismus. Aber sie ist beispielhaft.

 

Aus kommunistischer Sicht ist sie realisierte Bündnispolitik, wie sie eine kommunistische Partei betreiben sollte. Es geht dabei nicht in erster Linie um "Schnittmengen" irgendwelcher Programme und nicht um um politische Organisationen, die sich als irgendwie "links" definieren. Es geht um das Zusammenwirken von Menschen "vor Ort" für eine gemeinsames Interesse, das unabhängig von Weltanschauung, politischer Zugehörigkeit, Religion etc. betrieben wird. In einem solchen Zusammenwirken entstehen persönliche Bindungen, Vertrauen. ein achtungsvoller Umgang miteinander. Kommunisten können hier zeigen, dass sie verlässliche Nachbarn und Bürger sind, die die Eigenaktivität fördern und die staatsbürgerliche Unterwerfung unter "offizielle" Autoritäten und Institutionen, die Reduzierung der Demokratie aufs Kreuzchenmalen überwinden wollen. DAS ist kommunistische Bündnispolitik. Sie richtet sich in erster Linie an die Menschen selbst. Nur so kann die kommunistische Partei Massenverankerung gewinnen - und wieder mehr Mitglieder.

 

Hier ein Bericht der DKP Linker Niederrhein  über die "Stolperstein"-Aktion:

 

http://www.dkp-linkerniederrhein.de/index.php/viersen/161-stolpersteine-in-toenisvorst.html 

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