Ein deutscher Kommunist in China

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Ein Artikel über Eike Kopf in der Peking Rundschau

 

 

Ein deutscher Marx-Engels-Forscher in China
Eike Kopf: Anwendung und Weiterentwicklung des Marxismus erleben
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von Xu Bei

Geboren im Jahr 1940 in dem Dorf Bollstedt bei Mühlhausen in Thüringen, begann er 1965 an der Universität Jena mit seinen Forschungen zum Werk von Karl Marx und Friedrich Engels. Im Jahr 1967 gründete er am Pädagogischen Institut Mühlhausen (ab 1969 Pädagogische Hochschule Erfurt/Mühlhausen) die Forschungsgruppe „Marx-Engels-Forschung", die wegen ihrer wissenschaftlichen Leistungen ab 1978 direkt zur Bearbeitung von Bänden der historisch-kritischen Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) eingeladen wurde. Von 1997 bis März 2011 arbeitete er als ausländischer Experte in der Marx-Engels-Abteilung des Büros für die Sammlung und Übersetzung der Werke von Marx, Engels, Lenin und Stalin beim Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas in Beijing und ist dort an der Bearbeitung von Bänden der zweiten chinesischen Ausgabe der Werke von Marx und Engels beteiligt, die auf der Grundlage der MEGA ediert wird.

Verbundenheit mit China

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Der 71-jährige Eike Kopf stammt aus der Heimat des Marxismus. Wo immer er sich auch befindet, die Marx-Engels-Forschung sieht er stets als seine Lebensaufgabe.
Als Angehöriger der Generation, die nach dem Zweiten Weltkrieg aufgewachsen ist, hat Eike Kopf die Wechselfälle der deutschen Geschichte miterlebt. Kurz nach der Wiedervereinigung wurde Mitte Dezember 1990 mitgeteilt, dass alle DDR-Hochschullehrer der Bereiche Sozialwissenschaften, Pädagogik, Psychologie und Polytechnik der Pädagogischen Hochschule zum 31. Dezember 1990 gekündigt sind.

„Man hatte damals zwei Möglichkeiten: Entweder meldete man sich ab dem 2. Januar beim Arbeitsamt arbeitslos und verlor damit die Berechtigung, das Gelände der Hochschule zu betreten, oder man konnte bis Sommer 1991 bleiben, die begonnene Ausbildung der Studierenden zu Ende führen und sich dann anschließend arbeitslos melden", erinnert sich Eike Kopf.
Gerade erst im Frühjahr 1989 hatten Kopf und seine Forschungsgruppe zwei neue Verträge mit den Herausgebern der MEGA abgeschlossen: Es ging um die Edition von Band 15 der Zweiten Abteilung (3. Buch des „Kapitals"), der bis 1994 fertiggestellt werden sollte und dann zehn 10 später als geplant, also 2004, auch erschienen ist. Ebenfalls vereinbart war die Bearbeitung der als Nr. 25 und 28 der Vierten Abteilung (Exzerpte) geplanten Bände der MEGA. In ihnen sollten sich die letzten ökonomischen Arbeiten von Marx aus seinem Nachlass wiederfinden.
Um nicht den Zugang zu seinem Arbeitszimmer zu verlieren, in dem auch all die Materialien des MEGA-Projektes lagerten, entschloss sich Eike Kopf, bis zum Sommer 1991 an der Hochschule zu bleiben. Nachdem er und seine Arbeitsgruppe die Zugangsberechtigung zur Hochschule verloren hatten, haben sie dann im Stadtarchiv Mühlhausen die Tätigkeit fortgesetzt. „Das ist übrigens auch aus einem Selbsterhaltungstrieb heraus geschehen, weil ich feststellte, dass man schnell 'verblödet', wenn man über Jahrzehnte tagtäglich bei Lehrveranstaltungen, Vorlesungen, Seminaren, Übungen, Prüfungen und in der Forschungsarbeit geistig tätig gewesen ist und dann plötzlich in die Arbeitslosigkeit geschickt wird. Auch deshalb habe ich weiter an der MEGA mitgearbeitet, was ich im Grunde bis heute tue", sagt Eike Kopf.
Trotz der Arbeitslosigkeit hielt Eike Kopf bis 1995 an der Bearbeitung der Werke von Max und Engels fest. „1995 wurde ich vom damaligen Sekretär der Internationalen Marx-Engels-Stiftung Amsterdam angesprochen, ob ich Lust hätte, in China für ungefähr 420 DM im Monat an der zweiten chinesischen Marx-Engels-Ausgabe mitzuarbeiten", sagt Eike Kopf.

Allerdings sagte er nicht sofort zu, sondern versuchte zunächst eine Gelegenheit zu bekommen, sich in Beijing an Ort und Stelle zu informieren und sich vorzustellen. Er wollte sich so einen Eindruck verschaffen, wie es um die Arbeitsmöglichkeiten vor Ort bestellt sei. Er erzählt: „Ich habe letztendlich eine Leserreise genutzt, um China zu besuchen, und habe mich mit den Bedingungen im Büro – insbesondere der Bibliothek – vertraut gemacht. Ich habe dann gesehen, dass sie sehr umfangreiches und gutes Material haben, mit dem man auch entsprechend arbeiten kann."
Von 1953 bis 1983 war in China bereits eine erste chinesische Marx-Engels-Ausgabe in 50 Bänden herausgegeben worden. Allerdings war diese Ausgabe eine Übersetzung aus Teilen der zweiten russischen Ausgabe der Werke von Marx und Engels. Der Ausgabe lagen also nicht die in Deutsch, Französisch, Englisch, Italienisch und anderen Sprachen verfassten Originaltexte zugrunde. Um diesem Missstand bei einer neuen Edition abzuhelfen, wurde Professor Kopf nach China eingeladen. „Die Übersetzung wurde von chinesischen Übersetzern in Gang gebracht. Wenn sie bei der Übersetzung auf Schwierigkeiten trafen, wandten sie sich an mich", so Kopf.
Neben der Bearbeitung der Werke von Marx und Engels hat Kopf in den letzten Jahren auch an einigen internationalen wissenschaftlichen Konferenzen teilgenommen, die in China veranstaltet wurden und sich mit dem Werk von Marx und Engels befassten.
In den Augen von Eike Kopf bietet solche Veranstaltung eine gute Gelegenheit, darüber zu informieren, was aktuell im Büro für die Sammlung und Übersetzung der Werke von Marx, Engels, Lenin und Stalin beim Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas erarbeitet wird. „Als Reaktion darauf haben inzwischen eine ganze Reihe von Mitarbeitern von Universitäten und Forschungseinrichtungen Interesse an der zweiten chinesischen Marx-Engels-Ausgabe bekundet", sagt Kopf.

Anwendung und Weiterentwicklung des Marxismus erleben

Durch seine Verbundenheit mit China hat Kopf über die konkrete Praxis des Marxismus seine eigene Meinung. Er meint, dass man auf heutige Fragen nicht die Antworten von früher wiederholen kann. Aber die Analysen und Schlussfolgerungen von Marx und Engels können wir als Anleitung oder Mittel zur Untersuchung und zum Studium unserer zeitgenössischen Lage und ihrer spezifischen Probleme nutzen. Die Existenzprobleme der Menschheit können nur durch international geregelte Anstrengungen gelöst werden.
„In dieser Weise verfährt seit wenigstens drei Jahrzehnten die politische Führung der Volksrepublik China, wie ich während meiner Tätigkeit seit 1997 auch erleben konnte", sagt Kopf. „Ich habe aber auch insgesamt den Eindruck, dass die bewusste Absicht des derzeitigen ZK besteht, intensiver als vielleicht in den vorangegangenen fünfzehn Jahren wieder die Analysen von Marx und Engels aufzugreifen, die aus einer Zeit stammen, als die kapitalistische Entwicklung noch einfacher zu überblicken war als heute. Das ZK will die daraus erarbeiteten politischen Schlussfolgerungen und Hinweise für die künftige Entwicklung nutzen."

Große Herausforderungen für die KP Chinas

Obwohl die KPCh in den vergangenen dreißig Jahren viele auffällige Errungenschaften zu verzeichnen hatte, meint Eike Kopf, dass in der Geschichte der Menschheit keine kommunistische Regierungspartei auf der Welt mit so großen Herausforderungen konfrontiert gewesen sei, wie die KP Chinas.

Zur allgemeinen Lage Chinas bemerkt Eike Kopf, dass das Land über eine Gesamtfläche verfügt, die fast der gesamten Fläche Europas entspricht. Auf diesem Boden gebe es sehr unterschiedliche geographische und klimatische Bedingungen, es lebten auf ihm verschiedene nationale Minderheiten, die sich in verschiedenen Entwicklungsphasen befänden. Deswegen sei die Lage, mit der die KP Chinas in der gegenwärtigen Entwicklungsphase konfrontiert sei, ziemlich kompliziert.
„Es ist ein Sozialismus der Tat: Ein Volk schafft sich in China sein Leben... Die einen sozialistischen Gesellschaftszustand gestaltende Volksrepublik China ist nicht nur für fast ein Viertel der Menschheit, sondern zugleich für die Weltwirtschaft und den Weltmarkt ein wichtiger Faktor der Entwicklung. Es handelt sich dabei nicht um ein abstraktes Gedankengebilde, sondern um reale Tatsachen, um die reale Gestaltung eines Sozialismus im 21. Jahrhundert", meint Eike Kopf.

Aus der Beijing-Rundschau von Xu Bei.

 

Quelle: http://www.secarts.org/

 



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G


Es ist nicht moralisierend und nicht sarkastisch. Es ist einfach Kritik daran, dass du nicht das kritisierst, was gesagt wird, sondern das, was du dir in dem Text, auf den du verlinkst, zu
"unserer Praxis" falsch zusammengereimt hast.



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S


Erstmal bist Du es ja, der kritisiert, was in meinem Blog steht. Schau Dir doch mal an, wie Du das machst. Entweder eine kurze sarkastische Bemerkung oder, wie im Fall dieses Textes,
ausführlichere Empörung, lauter rethorische Fragen mit dem Unteron "Wie kann man nur", "Das schlägt doch dem Fass den Boden aus", aber kein einziges ARGUMENT, das sich auf die wirklichen
Verhältnisse in China einlässt. - Aber ICH bin es, der "nicht das kritisiert, was gesagt wird" ... ?



G


"Die einen sozialistischen Gesellschaftszustand gestaltende Volksrepublik China ist nicht nur für fast ein Viertel der Menschheit, sondern zugleich für die Weltwirtschaft und den Weltmarkt ein
wichtiger Faktor der Entwicklung."


-:-


"Wichtiger Faktor für den Weltmarkt", das findest du wohl auch toll, oder?


Um solche Sätze wie diesen von Eike Kopf als das zu kapieren, was sie sind, nämlich Antikritik und Antikommunismus pur, brauche ich keine für mich "leicht erreichbaren" Veranstaltungen
frequentieren, wo dann ein paar Leute herumsitzen, die zuallererst wissen wollen, "von welchem Standpunkt aus" man argumentiert. Das alles, Kopfs apologetisches Gefasel und Deine Schlüsse daraus,
sind so ziemlich das Gegenteil davon, Leute davon zu überzeugen, dass alles andere als den Klassenkampf von unten aufzunehmen nichts bringt. Schon gar nicht, in die VR China irgendwelche
"marxistischen" Ambitionen reinzuinterpretieren.


-:-


Jetzt hast du also wieder freie Bahn, zu dem, was ich dir damit geschrieben habe, nichts zu verlautbaren, umso mehr jedoch zu diesem meinem "Standpunkt", den du dir daraus zurechtdeduzierst.



Antworten
S


Dass man den "Klassenkampf von unten" führen muss, ist doch, wenigstens in der Theorie, nicht die Differenz, die wir haben - eine der wenigen, wo wir "theoretisch" keine haben. Deinen Standpunkt
"deduziere" ich mir nicht "zurecht", sondern versuche, seinen wesentlichen Inhalt zu erfassen. Dabei verfahre ich nicht anders als Du auch. Wir streiten eben nicht um Einzelheiten, sondern um
ziemlich grundsätzliche, allgemeine Sachen, die bei jedem konkreten Thema sofort da sind. Von Einzelerscheinungen zu deren Begriff zu kommen ist doch ein Verfahren, dass Ihr auch anwendet, und
das ist ein richtiges Verfahren. Was soll die Unterstellung, ich würde den Eindruck, den ich aus Euerer Praxis gewinne (http://kritische-massen.over-blog.de/article-marxistische-gruppe-klassenkampf-im-kopf-63516999.html),
quasi böswillig  verallgemeinern ("zurechtdeduzieren")?  Warum sollte ich das wollen ? Es tut mir im Gegenteil leid, dass es so ist. Warum schreibst Du bloss dauernd so aufgebracht
und moralisch anklagend oder das Moralisieren hinter Sarkasmus versteckend ? (So kommt das bei mir an.)



G


Ich fühle mich gar nicht provoziert (!) und hätte nur ein paar Fragen beantwortet bekommen. Letzteres hat nichts mit meinen oder Ihren Positionen zu tun, die auch nicht deshalb unfair sind, nur
weil Sie und Kucaf mir eben nicht antworten... Von Kucaf weiß ich nichts, ich bin nicht von seinen Positionen abhängig. Warum er oder Sie? Und wie unfair ist letzterer, wenn ich einen langen
5-Teiler schreibe und ich 0,0 dafür bekomme? Eine Frechheit! Nicht von Ideologe zu Ideologe (!), sondern von Mensch zu Mensch. Engstirnigkeit war/ist gerade bei Leninisten immer wieder zu
beobachten. 


 


Da ich weder "ein enttäuschter ehemaliger Kommunist bin oder originärer bürgerlicher Antikommunismus" ist... Ihr Ideologen und Theoretiker
denkt in wissenschaftlichen Schablonen, natürlich höheren, dann ist das offensichtlich ein Problem, wenn ein Blogger genau diesen nicht entspricht. Zu fest, zu starr. Das sollte um Eure Anwendung
der ideologischen Werkzeuge (ndM, poli. Ökonomie) zu denken geben.


 


Meine Positionen und Standpunkte sind klar beschrieben worden. Ich habe es begründet, dass: "Die
Dialektik reicht oft nur bis zum Rand selbst vorformulierten Modelle, weiter kommen die Trotzkisten, Rätekommunisten, Anarchokommunisten, Kommunisten (ML, M, Maoisten, Stalinisten) usw.
nicht." Das ist mein ERNST! Für Sie ist das eben nur eine Provokation. Wie Raffael Correa es selbst sagt, Akademiker wissen, dass man Gesellschaften nicht in vorgefertigte Formen begreifen
kann. Er spricht von Prinzipien und ist von der Linken in E dafür heftig abgewatscht worden. Genau das ist euer Problem, ihr lasst die Dialektik als solches schweigen! Welches Modell soll denn in
E greifen? Die passen alle nicht. Der Präsi hat Recht, es wird nur für den gemeinen Bürger ein Problem, denn die brauchen Führung und Orientierung.


 


Th. Modelle sollen den Menschen nur helfen Orientierung zu finden, um dann praktische Lösungen anbieten zu können. Wer sagt denn, dass das Rätemodell von R.L. funktioniert (finde ich gut), wenn
man es nicht ausprobiert? Die Bedingungen können in D gegeben sein, aber in E funktioniert das null. Was macht ihr dann, etwa wieder 50 Jahre warten? Und wo sind denn die imperativen
Mandatsträger schon abgewählt worden? Das ist eine sehr aufwendige Prozedur, die auch organisiert werden will. Wer will das denn in den Entwicklungsländern bezahlen? In Venezuela und dem Präsi,
ja. Aber auch kommunal und permanent? Nach der Arbeit? Die Arbeiterräte der 60er sind in Kuba wegen des Aufwandes jedes Einzelnen gescheitert. Eben keine Lust? Danach nichts als Stilstand, das
stand nicht im Konzept, dass die rev. Ak keine Lust hat? Es ist nicht weiterentwickelt worden. Ist da jetzt die Schablone Schuld? Oder der Rev., der Schablonen braucht? Wo ist also die Anwendung?
Eben typische Probleme von politisch geführten Systemen, die alle Gefahr laufen an starren Modellen zu scheitern. Oder (!) nennen wir es Abstraktionsvermögen, denn dieses Scheitern ist auch auf
eine Ermangelung der Dialektik selbst zurückzuführen! Es muss also funktionieren, deshalb muss der Mensch (!) sehr offen und kreativ mit der Dialektik umgehen. Die allein wird es nicht richten,
auch wenn hier immer von höheren Dingen gesprochen wurde. Anwenden! Das bringt mich dann zum Schmunzeln, weil es auch bei Ihnen nicht funktioniert.


 


Persönlich stört mich an organisierten Kommunisten nicht nur der demokratische Zentralismus von Lenin, sondern die Ermangelung an Kreativität im Denken, trotz Dialektik und der religiös
anmutenden Verklärung eines Idealzustandes (Kommunismus). Zentrierung auf einen konstruierten Punkt, ist für mich Ermangelung. Dennoch braucht man auch Organisiertheit, schon klar, aber die alten
Konzepte können mich nicht überzeugen. Warum nicht etwas neues entwickeln?


 


Ich lese eben nicht politisch korrekt, eine Provokation. Im Prinzip kritisiere ich nur... 


 


Einem Puppenspieler ist es egal ob er Kunst macht, er will nur seine Kreativität anwenden. Ich bin kein Puppenspieler.


 


Ein Linker, als Sammelbegriff... Es ist Euer Problem, wenn ihr darauf keine Antwort habt! Das ist mein ERNST! Mich interessieren diese Modelle nur als Theorie.


 


 



Antworten
S


Gesellschaftliche Entwicklung passiert praktisch oder gar nicht. Theorie ist, wenn sie was taugt, dabei nur eine Hilfe - der Versuch, zu VERSTEHEN und aus diesem Verständnis PRAXIS abzuleiten,
deren Ergebnis wiederum die praktische Kritik des theoretischen Verstehens ist. Darum geht es mir mit der marxistisch-leninistischen Theorie, die nichts weiter ist, als der Versuch, die
gesellschaftliche Realität vom Standpunkt der Interessen der Arbeiterklasse aus anzuschauen und Methoden zu finden, mit denen diese Interessen durchgesetzt werden können, und zwar auf dem Boden
nicht von Wünschen, sondern von Tatsachen. Ich bin, offenbar im Gegensatz zu Ihnen, der Meinung, dass das seit Marx/Engels ganz gut funktioniert, bei allen Irrtümern, die in der
wissenschaftlichen (in dem Fall polit-ökonomischen Wisenschaft) Entwicklung zwangsläufig passieren (Der Irrtum ist ein notwendiger Bestandteil wissenschaftlicher Entwicklung) und bei deren
Umsetzung in die Praxis erst recht. - Soviel zum "Allgemeinen".


Sie konfrontieren mich mit einem ganzen Haufen fragen, die ich unmöglich im Rahmen einer Blog-Diskussion beantworten kann. Bei manchen Sachen fühle ich mich auch nicht kompetent genug. Ich
kann Ihnen nichts anderes anbieten, als dazu, soweit vorhanden, die in diesem Blog vorhandenen oder sonstwo veröffentlichten Texte. Etwas anderes ist es, ein bestimmtes Thema zu diskutieren. Aber
Sie sprechen Dutzende an und bei jedem Kommentar ein paar neue. Dem bin ich schon aus Zeitgründen nicht gewachsen.


Noch eine andere Sache ist der Ton. Wenn man miteinander diskutiert, geht es, finde ich, nicht an, den anderen als notorischen potentiellen Totschläger und Verbrecher und/oder verbohrten
dogmatischen Dummkopf zu charakterisieren. Wenn Sie mich für so einen halten - oder die Kommunisten im allegmeinen dafür halten - erschliesst sich mir nicht, wieso Sie sich überhaupt mit mir
auseinanersetzen wollen - es sei denn, der Zweck ist die Denunziation selbst, und dafür mache ich nicht den Sparringspartner.


Noch eins: Wenn es bei uns Kommunisten ums "politisch korrekte Lesen" ginge, müsste ich dringend aus der Partei ausgeschlossen werden. - Bezug: die von Ihnen unterstellte Engstirnigkeit.



G


Na, wenn es Ihnen weiterhilft dann bin ich eben das was Sie behaupten, ansonsten...? hups...



Antworten
S


Ich habe gar nicht wirklich angenommen, dass Sie Trotzkist sind. Sie halten sich die ganze Zeit bedeckt und es ist nur irgendwie zu erahnen, von welcher Position aus Sie argumentieren. Das finde
ich in einer Diskusssion nicht fair und ich habe es abgestellt, indem ich Sie provoziert habe. Jetzt ist die antikommunistische Katze aus dem Sack. Ob das der Frust eines entäuschten ehemaligen
Kommunisten ist oder originärer bürgerlicher Antikommunismus, weiss ich allerdings immer noch nicht.



G


Chinas KP:


Große Anstrengungen, "die marxistische Diskussion im Weltmassstab zu organisieren" (laut Sepp Aigner), Flugzeugträger bauen, Lohnarbeit ausbauen und Familienverantwortung durchsetzen
(Realität).


 


Ich glaube, ich habe alles richtig verstanden.






Antworten
S


"Ich glaube, ich habe alles richtig verstanden." - Das glaube ich nicht. Mrxistische Diskussion im Weltmassstab: Google doch mal nach wape. Auf einer Veranstaltung, die noch nicht lang
her ist und die für Dich leicht erreichbar gewesen wäre, hättest Du auch was dazu erfahren können. von Leuten, die an dieser Diskussion teilnehmen.