Ein warnendes Beispiel

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

In Italien gab es einmal eine starke Arbeiterbewegung. Sie war in den Gewerkschaften gut organisiert, kampfbereit und kampferfahren. Ihr politisches Zenrum war die Kommunistische Partei, die zu ihren besten Zeiten 1,6 Millionen Mitglieder zaehlte und damit in der Lage war, mit ihren Zellen in allen wichtigen Betrieben und in jedem Wohnviertel die Beduerfnisse der "kleinen Leute" aufzugreifen, sie zu politischen Kampagnen zusammenzufuehren und dadurch so manches durchzusetzen, was im Interesse der Arbeitenden war. Eine Zeitlang wurden die Loehne mittels der Scala Mobile "automtatisch" der Inflationsrate angepasst und damit die Kaufkraft erhalten. Die Kapitalisten mussten sich an Tarifvertraege halten. Es gab einen gewissen arbeitsrechtlichen Schutz.

 

Nach zwanzig Jahren Niedergang befindet sich die italienische Arbeiterbewegung heute auf einem Tiefpunkt. Die Gewerkschaften sind viel schwaecher geworden und politisch kastriert. Die Zahl der organisierten Kommunisten betraegt keine Hunderttausend mehr, und selbst diese verteilen sich auf verschiedene Parteien. Unorganisiert und ausgeschaltet aus dem politischen Leben uebt sich die Mehrheit der Arbeiterklasse in dumpfer Ergebung und verbloedet vor den Berlusconi-Glotzen.

 

Das kostet. Wo sich die Arbeitenden nicht zusammentun, werden vergangene soziale Errungenschaften von den Kapitalisten und ihrem Staat wieder kassiert, soziale und Arbeitsrechte zerschlagen und die Loehne gesenkt. Der Stand der Entwicklung in Italien wird in diesem Text beleuchtet:

 

http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=10403&lg=de

 

 

Veröffentlicht in Italien

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