Einkommensentwicklung in den USA

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Hier ein Ausschnitt aus einem Eintrag in Gaertners Blog - Zahlen zur Einkommensentwicklung in den USA. Irgenwie kam mir beim Lesen dieser Zahlen eine früher sehr verbreitete Parole der Friedensbewegung: "Viel Panzer - wenig Hirn". Hier kann man sie so abwandeln: "Je mehr Panzer, desto weniger Einkommen." Logisch, oder ? Alles Geld kann nur einmal ausgegeben werden. Entweder für Butter oder für Kanonen, zum Beispiel.

 

Das Hamilton-Project bei Brookings hat jetzt eine Studie zur Einkommensentwicklung vorgelegt. Kernaussage: Die Zuwächse seit den 70er Jahren gehen praktisch nur auf die immer weiter verbreitete Teilnahme der Frauen an den Familieneinkommen zurück sowie auf längere Arbeitszeiten. Aber nicht auf höhere Löhne selbst.

 

In Familien mit zwei Eltern stieg demnach das inflations-bereinigte Durchschnittseinkommen von 1975 bis 2009 um 23%. Aber die addierte Arbeitszeit beider Eltern nahm in dieser Zeit um 26% zu. Das Durchschnittseinkommen von Familien mit zwei Eltern im Haus stieg 2009 im Schnitt auf 70.000 Dollar, bei 3.500 Arbeitsstunden. 1975 mussten sie für 56.600 (in Dollars von 2009) Dollar 2.800 Stunden arbeiten.

 

In den 35 Jahren nach 1975 sanken die um Inflation bereinigten Löhne der Männer in diesen Familien um 7%, auf 46.400 im Jahr 2009. Das sind die jüngsten verfügbaren Zahlen. Verständlicherweise verloren Familien mit zwei Einkommen während der Krise nicht so viel wie Familien, in denen die Mutter oder der Vater allein im Haushalt sind. Für Familien mit zwei Eltern fiel das Durchschnittseinkommen zwischen 2007 und 2009 um 5%. Im Schnitt der Bevölkerung war der Lohnrückgang 6,6%. In Familien mit nur einem Elternteil fiel der Lohn um satte 18%, auf nur noch 16.500 Dollar.

 

Im Klartext: Der amerikanische Traum ist irgendwann – falls er mal da war – nach den 70er Jahren über Bord gegangen.

 

Quelle: http://blog.markusgaertner.com/2011/07/16/amerika-ein-grenzenloses-einkommens-desaster/

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