Monday, 28. may 2012
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Die SDAJ - Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend - zählte in den 1970er/80er Jahren an die 60 000 Mitglieder. Zu ihrem Fetsival kamen Zehntausende. Heute müssen
kleinere Brötchen gebacken werden. Aber sie werden wieder ein wenig grösser, weil die politisch klarsichtigsten jungen Menschen sich nicht unterkriegen lassen.
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Hunderte feiern mit der SDAJ ihr Festival der Jugend
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Geschrieben von: Johannes Hör
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Das Wetter in Köln hätte am Wochenende nicht besser sein können. Hier
feierte die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) am Pfingstwochenende direkt am Rhein ihr »Festival der Jugend«. Das alle zwei Jahre stattfindende Jugendcamp hat in dem Verband
eine lange Tradition und zieht schon seit über drei Jahrzehnten Jugendliche aus ganz Deutschland zum gemeinsamen feiern, politisch diskutieren, Workshops besuchen und zusammen Spaß haben
an.
In diesem Jahr fanden sich mehrere Hundert junge Menschen unter dem Motto »Zeit zu kämpfen, Zeit zu feiern« zusammen. Unter ihnen waren nicht nur Mitglieder der Jugendverbandes, sondern
auch Antifas, Gewerkschafter, Mitglieder anderer linker Gruppierungen und Gäste aus Schwesterorganisationen anderer Länder. In den Bereichen Politik, Kultur, Freizeit und Sport bot das
Programm reichlich Zündstoff für interessante Diskussionsrunden und gemeinsame Aktionen. Das Festival diente auch als Abschluss der diesjährigen bundesweiten Antifakampagne der SDAJ, die
bei Präsentationen und einem Rückblick über die verschiedenen Aktionen vorgestellt wurde.
Die politischen Angebote auf dem Festival waren zahlreich. Unter anderem beantworteten die Vorsitzende der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP), Bettina Jürgensen, und die Leiterin der
Jugendkommission des Parteivorstandes, Wera Richter, Fragen von jungen Interessenten zu kommunistischer Politik und zu den Positionen der Partei. Zur Unterdrückung von Frauen in Beruf und
Ausbildungsplatz gab es einen Vortrag von Erika Baum, einer 84jährigen Kommunistin aus Berlin, in dem sie die Rolle der Frau innerhalb des Klassenkampfes deutlich machte.
Wie die Jugend in anderen europäischen Ländern kämpft, diskutierte ein Podium mit internationalen Gästen. Ein Hauptthema war hier die Situation in Spanien. Ein Vertreter der CJC, des
Verbandes der Kommunistischen Partei der Völker Spaniens (PCPE), sagte, die Jugend sei momentan keine revolutionäre Kraft. Es sei nötig, Klassenbewusstsein zu schaffen.. Trotzdem würden
die kommunistischen Kräfte seines Landes in den gegenwärtigen Kämpfen gestärkt und hätten Zulauf. Der Vertreter der Kommunistischen Jugend Griechenlands (KNE) setzte sich kritisch mit der
Rolle des Linksbündnisses SYRIZA aus, das er als wichtigste antikommunistische Kraft in seinem Land beschrieb. So habe sich SYRIZA in einem Wahlkreis mit allen anderen Parteien
einschließlich der rassistischen LAOS zusammengeschlossen, um einen Erfolg der Kommunistischen Partei KKE zu verhindern.
Das Tagesprogramm durchzogen auch kulturelle Angebote. So las Ellen Schernikau aus den Werken ihres jung verstorbenen homosexuellen Sohnes Ronald M. Schernikau. Erfolgreiche Auftritte gab
es von Bands wie »La Papa Verde« oder dem antifaschistischen linken Rapper »Derbst One«. Auf großes Interesse stieß auch ein Theaterworkshop, bei dem Bertolt Brechts Stück »Die Mutter«
von Jugendlichen eingeübt und aufgeführt wurde.Am Sonntagabend schallte bis tief in die Nacht beim traditionellem Arbeiterliederabend Kampfmusik durch den Jugendpark
Björn Schmidt, der Bundesvorsitzende der SDAJ, zeigte sich mit dem diesjährigen Festival der Jugend zufrieden. »Die Beteiligung hat zugenommen.« Er freut sich ebenfalls über die Teilnahme
der internationalen Gäste, vor allem über die der YXK, der Vereinigung kurdischer Studierenden in Europa. Ebenfalls bedankt er sich bei der DKP für ihre Unterstützung.
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Quelle: http://www.redglobe.de/deutschland/feuilleton/5223-hunderte-feiern-mit-der-sdaj-ihr-festival-der-jugend
von Sepp Aigner
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veröffentlicht in: Deutschland
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