Furcht vor dem Terror, schief gewickelt

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

Wie seltsam sich bestimmte Ereignisse doch immer zeitlich zusammenklumpen. Da werden In Deutschland vier Männer verhaftet, die angeblich, angeblich mit "islamistischem Hintergrund", Terroranschläge vorbereiteten. Dann tauchen plötzlich auf Bahnanlagen Brandsätze auf, diesmal von Unbekannten hingestellt, aber irgendein Schrieb irgendwo im Internet verweist auf den anderen Lieblings"hintergrund" - "Linksterroristen". Eine neue RAF sei zu befürchten, wird gesagt und geschrieben. Gleichzeitig gibt es Verhaftungen in den USA, diesmal wieder mit "islamistischem Hintergrund". Dazwischengestreut die Geschichte eines Mannes, der nicht eindeutig den üblichen Verdächtigen zugeordnet wird, der angeblich an Modellfluzeugen gebastelt hat, die Sprengstoff transportieren können. Die US-Regierung gibt eine Warnung an ihre Bürger, die sich im Ausland aufhalten, heraus. Diverse Anschläge werden hier und dort gerade noch in letzter Minute vereitelt. 

 

Es passiert nichts. Die in Deutschland verhafteten Männder sind nach ein oder zwei Tagen wieder frei. Die Brandsätze werden, alle bis auf einen, gerade noch rechtzeitig entdeckt. Ein Bürger in unserer vom Terrorismus schwer bedrohten bayerischen Kleinstadt baut auch Modellflugzeuge, riesen Dinger mit drei Meter Flügelspannweite, ist aber bisher noch nicht verhaftet worden. Aber irgendwie ist Terrorgefahr. Jedenfalls ist die Rede und Schreibe davon.

 

Ich rate unbedingt dazu, diese Geschichten unbesehen zu glauben. Wenn nämlich ruchbar wird, dass zu viele Leute sich bloss mit dem Finger an die Stirn tippen, wenn sie die nächste einschlägige BLÖD-Schlagzeile dazu lesen, muss der Sache mehr Nachdruck gegeben werden. Dann müssen wirklich irgendwo ein paar Brandsätze gezündet, Bahnhöfe geräumt, Züge gestoppt werden. Dann fliegt wirklich irgendwo ein Modellflugzeug, beladen mit zwei Pfund fürchterlichem Sprengstoff, in ein Bürohaus des US-Blockwartministeriums oder mitten in eine Hühnerfarm, die armen Tiere, Bodenhaltung und dann dieses schreckliche Schicksal.

 

Derweil sind die Terrorbomber jeden Tag und jede Nacht unterwegs über Libyen und Afghanistan, die Drohnen über Pakistan, dem Jemen, Somalia. Sie morden und zerstören jeden Tag, jede Nacht. Die Terrorzentren, von denen das ausgeht, sind bekannt - Pentagon, Africom in Stuttgart, Dutzende Kriegsministerien und NATO-Stützpunkte. Aber fürchten sollen sollen wir uns vor fünf Bierflaschen, die mit Spiritus gefüllt sind, der doch bekanntlich so leicht entflammbar ist, und vor Modellflugzeugen. Etliche hundertausend reguläre Beamte und Angestellte der einschlägigen Ministerien und Geheimdienste sind hauptberuflich mit der Vorbereitung und Durchführung von Terroranschlägen beschäftigt, denen jedes Jahr Tausende von Menschen zum Opfer fallen. Aber fürchten sollen wir uns vor ein paar Männern, die womöglich muslimische Bärte tragen und verhaftet werden, um sie nächsten Tags wieder freizulassen. Achja, einer ist sogar geflüchtet, natürlich in ein Terrrorcamp. Das wissen die investigativen Medien ganz genau. Denen entgeht nichts, ausser dem einen oder anderen Krieg wie dem in Libyen.

 

Ich gebe hier den Rat, sich willig zu fürchten, kann ihm aber selber ums Verrecken nicht folgen. Mein Sicherheitsbedürfnis scheint irgendwie missgeleitet zu sein. Ich fürchte mich gar nicht vor dem überdimensionale Modellflugzeuge bauenden Bastler in unserer bayerischen Kleinstadt. Wenn ich Leute mit muslimisch anmutenden Bärten sehe, bin ich mir wenigstens sicher, dass es sich nicht um deutsche Nazis handelt. Und ich würde mich sehr viel sicherer fühlen, wenn die Obamas und Sarkozys, die Camerons und Netanjahus, die hauptberuflichen Blockwarte und  die Sprengstoffexperten in den Geheimdienstlabors, die Bomberpiloten und die drohnensteuernden Offiziere in den Leitzentralen des oparaitiven Terrors endlich alle hinter Schloss und Riegel sässen.

 

Irgendwie scheine ich total schief gewickelt zu sein. Das ist gar nicht schön. Ein ungebrochenes gesundes Volksempfinden, die richtige Furcht vor eingebildeten Feinden und die Abwesenheit von Furcht gegenüber wirklichen Feinden, das fraglose Aufgehobensein in der westlichen Glaubensgemeinschaft müsste doch was Schönes sein. 

 

Passt bloss auf, dass Ihr Euch nicht schief wickelt Leute, ja nicht gar noch links herum. Sich überhaupt selber zu wickeln, ist von Hause aus ein Fehler. Rechts herum gewickelt ZU WERDEN, wie es sich für Babies gehört, ist viel gemütlicher. Das, und dann das BLÖD-Fläschchen, danach ordentlich gerülpst und ein Schläfchen und ein Träumchen von Mutti Merkel, der gütigen allbesorgten. So stelle ich mir ein ordentliches Leben vor. Aber ich für mein Teil bin nun mal schief gewickelt.

 

Die beiden da machen es besser, sie haben Angst vor dem Islam, dem terroristischen:

 

http://kritische-massen.over-blog.de/article-ich-hab-so-schrecklich-angst-vor-dem-islam-68241541.html

Veröffentlicht in Westliche Werte Boerse

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F
<br /> <br /> Deutscher Libyen-Widerstandsbericht<br /> <br /> Seit wenigen Tagen gibt es mit "Libyen Resistance" regelmäßige deutschsprachige Video-Nachrichten aus Libyen - ein weiteres Gegengewicht zur NATO-Propaganda.<br /> <br /> http://www.youtube.com/watch?v=ZfbJVHXE0yQ<br /> <br /> http://www.youtube.com/watch?v=xMI9KcNUb8A<br /> <br /> Libyen Resistance gibt es auf vimeo (http://vimeo.com/30343012) und auf youtube (http://www.youtube.com/user/InomineX).<br /> <br /> <br /> <br />
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S
<br /> <br /> Danke<br /> <br /> <br /> <br />