Hamburg: Bezahlbares Wohnen kann nur politisch erkämpft werden

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Wie anderswo auch, besonders in den Ballungsgebieten, wird das Grundbedürfnis Wohnen für Normalverdiener zunehmend zu einer schier unerträglichen finanziellen Last. Die Einkommen stagnieren oder sinken sogar. Die Mieten steigen und steigen.

 

Das ist nun einmal so ? Dagegen kann man nichts machen ?

 

Das ist nicht zwangsläufig so. Dagegen kann man etwas machen.

 

Die Hamburger DKP hat jetzt ein Programm für eine soziale Wohnungspolitik herausgegeben, in dem die Lage zutreffend analysiert ist und konkrete Vorschläge gemacht werden, wie das Wohnen wieder bezahlbar gemacht werden kann. Die Forderungen richten sich nicht an "die Politik". Davon ist nichts zu erwarten. Sie richten sich an die Betroffenen. Es geht um nicht mehr und nicht weniger, als so viel politische Macht zu entwickeln, dass diese die Durchsetzung der Interessen der Immobilienbesitzer und Spekulanten stoppen und Wohnraum in Miete oder Eigentum wieder erschwinglich machen kann.

 

Das geht. Es muss "nur" getan werden. Wer das will, hat in der Unterstützung der DKP ein wirksames Mittel. Nichts fürchten die Herrschaften mehr als eine stärker werdende kommunistische Partei. Nichts kann sie eher zu Zugeständnissen zwingen. Das vorliegende Programm zeigt nebenbei: Kommunistische Politik ist nicht das Predigen einer Ideologie. Sie ist, wenn sie etwas taugt, die Formulierung der Interessen der Lohnabhängigen und deren Durchsetzung im politischen Kampf - nicht stellvertretend durch die Kommunisten, sondern durch die Lohnabhängigen, in dem Fall die Mieter, selbst. Die DKP hat dabei keine organisationsegoistischen Eigeninteressen, sondern ist einfach Mittel zu diesem Zweck.

 

Hier das Programm für soziale Wohnungspolitik der Hamburger DKP:

 

http://dkp-hamburg.de/uploads/PDF/WoPoFoPr+Stand+3-12-12.pdf

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