junge welt - für Gewerkschaftler eine Zeitung mit Gebrauchswert

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Gewerkschaftler brauchen die junge welt. Sie liefert viele nützliche Informationen, die man kaum irgendwo sonst kiegt. Und die junge welt braucht die Gewerkschaftskolleginnen und -kollegen:

 

 

http://www.jungewelt.de/2012/12-15/011.php

15.12.2012

Alle für eine

Ökonomische Situation

Gewerkschaftliche Orientierung – das steht bei der jungen Welt für die Grundposition, daß trotz jeder denkbaren Kritik der Gewerkschaftsdachverband und seine Einzelgewerkschaften wichtige und mächtige Organisationen der Arbeiterklasse darstellen – und daß die Mitgliedschaft in einer der DGB-Gewerkschaften die logische Konsequenz daraus ist. Immer mehr Gewerkschafter erkennen aber auch, daß sie keine Medien brauchen, die den Unternehmerverbänden verpflichtet sind oder die sich mit scheinbarer Ausgewogenheit vor einer klaren und damit erkennbaren Positionierung drücken. Auch deshalb erfreut sich die junge Welt gerade bei aktiven Gewerkschaftern wachsender Beliebtheit. Viele andere kennen unsere Tageszeitung aber nicht, zumindest nicht ihre Inhalte. Deswegen sind Abonnements für gewerkschaftliche Einrichtungen wie Bildungsstätten oder Geschäftsstellen so wichtig. Denkbar sind auch Geschenkabos für Kolleginnen und Kollegen, die dann 13 Wochen werktäglich mit der jungen Welt beliefert werden. Vor allem auf die Gewerkschafter unter den Leserinnen und Lesern der Frankfurter Rundschau haben wir es abgesehen, wenn wir in den nächsten Tagen dort per Anzeige auf das dreiwöchige kostenlose Probeabo hinweisen. Wenn auch Sie Leserinnen und Leser der FR im Bekanntenkreis haben, weisen Sie doch bitte auf diese Möglichkeiten hin. Von gewerkschaftlicher Orientierung ist übrigens auch unsere Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin geprägt. So wird dort am 12. Januar 2013 ein hochrangiger Vertreter des chilenischen Gewerkschaftsdachverbandes CUT sprechen.

Wie Organisationen gemeinsam über Möglichkeiten, die junge Welt zu unterstützen, beraten können, hat das Ostdeutsche Kuratorium von Verbänden (OKV) am vergangenen Donnerstag gezeigt. Dort sind viele ostdeutsche Initiativen und Vereine organisiert. Auf einer Beratung stand an erster Stelle die Diskussion zur Lage bei der jungen Welt. Vertreter von Mitgliedsverbänden beschrieben ihre Aktivitäten zur Unterstützung der für sie unverzichtbaren Zeitung: Von der Anzeigenschaltung bis zur Zeitungsverteilung bei Veranstaltungen, vom Verschenken von Abos an bedürftige Mitglieder bis zum Versenden von Empfehlungsschreiben für ein jW-Abonnement war alles dabei. Weitere Möglichkeiten für die Zusammenarbeit und Unterstützung der Aktion »Dein Abo fehlt« wurden besprochen, eine Spende für den Abofonds an die jW übergeben.

In Nürnberg gibt es eine Gruppe von Altlinken, die alle zwei Monate zu einem kubanischen Menü im Stadtteilladen Komm einladen. Der Überschuß des Abends geht zu zwei Dritteln an Kuba, der Rest ist für die junge Welt. Aus diesem Erlös wurde bereits das erste Kneipenabo finanziert, ein zweites ist in Vorbereitung. So werden dann neue Interessenten und Abonnenten für die jW gefunden. Es geht aber auch ganz individuell. Unser Leser und Autor Gerhard Feldbauer zum Beispiel hat in einem persönlichen Rundbrief um ein Abo der und Unterstützung für die jW gebeten. Aus dieser Aktion ist bereits die zweite Bestellung in Arbeit, Spenden und ein Geschenkabo wurden zugesagt.

Solche Bemühungen sind mit viel Aufwand verbunden, der Erfolg zeigt sich nicht immer sofort. Aber egal, ob die Unterstützung kollektiv oder individuell angeschoben wird: Jedes Abo zählt! Und je mehr sich an der Aktion beteiligen, desto stärker geht die junge Welt aus dieser schwierigen Krise hervor.

Verlag und Redaktion

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