Artikel teilen! Konrad Adenauer Stiftung in Aegypten in undemokratischer Bedraengnis: Am 6. Februar verlautete, der Leiter der KAS in Aegypten, Andreas Jakobs, s ...
Am 6. Februar verlautete, der Leiter der KAS in Aegypten, Andreas Jakobs, sei mit einem Ausreiseverbot belegt worden, ebenso seine Stellvertreterin. Die deutschen Medien verbellten das ungehoerige aegyptische Betragen pflichtgemaess. Seitdem ist nichts mehr hoeren. Ganz sicher gluehen aber die diplomatischen Leitungen, zumal 19 US--Buerger, die auch alle fuer irgendwelche streng humanitaer-kulturellen und voellig staatsfernen US-Einrichtungen arbeiten, ebenfalss von einer Anklage bedroht sind und sich in ihre Botschaft in Kairo gefluechtet haben. Das Publikum muss aber nicht alles wissen, was hinter den Kulissen passiert. Gewisse Peinlichkeiten, die die selbstlose Unterstuetzung des aegyptischen Volkes durch westliche NGOs in Verruf bringen koennten, muss man ja nicht auch noch an die grosse Glocke haengen.
Zu erwarten ist, dass es nicht zu Prozessen kommen wird. Selbst wenn sie die juristische Aufklaerung der Aktivitaeten der Vielzahl westlicher Diversions- und Spionageorganisationen wollte, wuerde das die aegyptische Uebergangs-Regierung nicht ueberleben. In dem Fall muessten die demokratischen westlichen Medien nicht nur einmal pflichtgemaess verbellen, sondern jeden Tag und stuendlich: Bei diesen Aegyptern gehts ja zu wie im Iran. Vielleicht basteln die ja auch an der Bombe ? Wenigstens muesste dann die israelische Luftwaffe nicht so weit fliegen.
Da ist es nur gut, dass die aegyptische Justiz neuerdings von der Regierung strikt unabhaengig ist. Es werden sich schon Staatsanwaelte und Richter finden, die nicht verunfallen wollen. Interessant wird aber sein, ob die aegyptischen Ermittlungen nur ein Signal an den Westen sind, es mit der Hilfe nicht zu weit zu treiben, oder ob man die Helfer tatsaechlich aus dem Land weist. In dem Fall haette Aegypten tatsaechlich ein wenig mehr Freiheit gewonnen.
Was waere aber dann mit den Einfluss-Agenten der KAS ? - Man wird sich um sie keine Sorge machen muessen. Dann werden sie ihre humanitaere Arbit eben in einem anderen hilfsbeduerftigen Land fortsetzen, in dem die deutsche Einmischung in innere Angelegenheiten nicht gleich als deutsche Einmischung in innere Angelegenheiten behandelt wird.
Schade waere es freilich schon, wenn Herr Jakobs und die Seinen versetzt werden muessten. Man hat ja doch in dreissig Jahren in Aegypten einiges an kulturell
wertvollen und der Voelkerverstaendigung nuetzlichen Beziehungen aufgebaut. Diesen zivilgesellschaftlichen Fortschritt sollte man mit Klauen und Zaehnen verteidigen, vielleicht sogar den Niebel
hinschicken. Als humanitaeren Panzerbrecher.
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