Kopftuch und Freiheit

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

Das Tragen von Kopftuechern, heisst es, sei Ausdruck von Unterdrueckung. Das wohl nicht, einfach so. Aber zu einer Beschrankung der Freiheit kann es schon fuehren. So:

 

http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10490&detailid=753461

 

Ich gestatte mir ein kurzes Ausrasten:

 

Sie sind wieder da, die miesen deutschen Spiesser. Ihre geschichtlichen Vorgaenger haben die Juden umgebracht. Aber irgendjemanden finden sie immer, den sie demuetigen und ausgrenzen koennen. Faschisten ? Nicht doch, die Scheinheligkeit bewahre ! Man ist doch anstaendig, demokratisch, gesittet liberal oder konservativ, allem Extremen abhold mit Ausnahme der eigenen Tumbheit und Ueberheblichkeit, Inkarnation des gesunden Volksempfindens.

 

Einem muslimischen Maedchen die Zukunft versauen, weil es ein Kopftuch traegt ? - Aber ja. Das geht doch schon wieder, ohne dass man sich aus dem Fenster haengen muss, mit einem PC-Klick, bequem am Schreibtisch, den Beamtenarsch auf den ergonomisch optimierten Buerosessel gebettet.

 

- Wie ich es hasse, dieses dumme und feige Pack !

 

Ende des Ausrastens.

Veröffentlicht in Kultur und Gesellschaft

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D
<br /> <br /> Hey, laßt es uns "MOBBING FOR FREEDOM" nennen. ;-)<br /> <br /> <br /> <br />
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D
<br /> <br /> Ich bin kein Anhänger davon, aufgrund politischer Differenzen auszurasten. Aber... tatsächlich verstehe ich Ihren Zorn. Die vermeintlichen Kämpfer für Emanzipation und moderne Lebensweise kennen<br /> zumeist keinerlei Rücksichten, wenn es darum geht, sich zu beweisen, wie fortschrittlich und offen sie selber sind. Und so machen sie am liebsten mit Verboten genau das was sie am Kopftuch<br /> kritisieren: Sie stigmatisieren Mädchen und Frauen, ignorieren völlig deren reale Indivualität und errichten so die Mauern, die sie im Kampf gegen das Kopftuch einzureißen meinen.<br /> <br /> <br /> Sie verlassen sich auf die Aussagekraft von Symbolen und Oberflächlichkeiten. Wie schön, wenn man nicht mehr auf den konkreten Menschen schauen muß, dessen Kleidung bereits alles über ihn sagt.<br /> Warum da noch groß Hinschauen und Nachfragen? Ist doch alles selbstredend und klar. Denn die Uneinsichtigen bedrohen uns und wir sind im Recht.<br /> <br /> <br /> <br />
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S
<br /> <br /> Ich bin auch kein Anhaenger des Kopftuchs. Aber es gibt auch westliche Kleidungssitten, die mir nicht gefallen. Es geht ja eigentlich hier nicht um Kleidung. Das wird nur als Gelegenheit und<br /> Symbol fuer Ausgrenzung und den Aufbau von kuenstlichen Gegensetzen genommen. <br /> <br /> <br /> <br />
U
<br /> <br />  <br /> <br /> <br /> Wie sorgt mann dafür, als frau in Usbekistan wieder geboren zu werden?<br /> <br /> <br /> du verstehst nichts von Unterdrückung, blocki, nicht mal von der, die in deinem eigenen hause vorgenommen wird.<br /> <br /> <br /> ist ne hakenkreuzarmbinde auch nue ein stück stoff für euch?<br /> <br /> <br /> Ihr großartigen frauen- und menschenfreunde. nehmt den hals aus dem sand.<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> <br />
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S
<br /> <br /> Gute Argumente, ein respektvoller Umgangston und alles schoen anonym: Solche Diskussionsbeitraege liebe ich. Aber ich will nicht unmaessig sein; Einer von der Sorte genuegt.<br /> <br /> <br /> <br />
K
<br /> <br /> Hallo Almabu,<br /> <br /> <br /> wie wir sehen, geht es doch, das Mädchen so zu mobben und das dafür jemand zur Verantwortung gezogen wird, ist eher unwahrscheinlich. Letztlich sollte nicht der Wunsch der Vater des Gedanken<br /> sein, sondern was die Realität uns all zu oft lehrt, so auch in diesem Fall.<br /> <br /> <br /> Dabei kann über Kleidung trefflich gestritten werden, nur wird es wenig erfolgreich sein. In diesem Fall ist die Kleidung nicht das Problem, sie ist maximal Symbolik fürs Problem. Das eigentlich<br /> Problem ist der Erhalt von Macht und Machtstrukturen, und gerade in Zeiten sich zuspitzender Widersprüche wird jede Möglichkeit genutzt, Zwietracht zwischen den Menschen zu sähen, bevor sie auf<br /> den Gedanken kommen, dass sie doch wesentlich mehr einende Probleme haben. Der Fall des Mädchens ist nur die Spitze eines Eisberges, und es gibt auch in unserer, doch so „modernen und<br /> aufgeklärten“ Zeit, eigentlich nichts besseres, als religiösen Glauben um Menschen zu spalten, um Unterschiede zu manifestieren, und zu konstruieren. Dabei sind in deutschen Landen nur die nicht<br /> klassischen Religionen vom Staat getrennt, welches die Probleme nicht einfacher macht.<br /> <br /> <br /> Gruß<br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br />
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A
<br /> <br /> Ich habe gerade an einer Grundschul-Abschlussfeier teilgenommen die sehr schön war: Es war Multi-Kulti quer durch alle Kontinente, fast wie bei der Fußball-WM und es war erkennbar harmonisch. Die<br /> Kinder gingen mit ihren Klassen- und Schulkameraden vollkommen natürlich um, egal ob die (wie die Schulsprecherin) aus Asien, Afrika, dem Nahen Osten oder der Karibik stammten. Ohne die<br /> (Russland-) Deutschen zu berücksichtigen, bestand der Migranten-Anteil bei etwa 70 %. Das war wie ein Blick in eine (internationale) Zukunft Deutschlands!<br /> <br /> <br /> <br />
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