Korea, Stand 3. April 2013

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Nordkorea hat die Entsendung von Tarnkappen-Flugzeugen des Typs B2 und F22 in koreanisches Gebiet und die Kommandierung zweier Zerstörer mit Raketenbewaffnung in die Region mit der Schliessung der Industriezone Kaesong, in der südkoreanische Firmen angesiedelt sind, beantwortet ( link ). Die südkoreanische Regierung drohte nach Meldungen westlicher Agenturen damit, südkoreanische Bürger mit militärischer Gewalt zu befreien, falls sie in Kaesong "als Geiseln" festgehalten werden sollten.Die nordkoreanische Regierung hält die Demarkationslinie für die Rückkehr südkoreanischer Manager aber offen. Diese bleiben in grösserer Zahl, um ihre Betriebe zu überwachen. Nur einige Dutzend (von etwa 800) sollen nach Südkorea zurückgegangen sein.

 

Die chinesische Regierung hat den Botschaftern Süd- und Nordkoreas ihre Besorgnis über die Zuspitzung der Lage übermittelt und beide Seiten zur Zurückhaltung aufgefordert. Der Bayerische Rundfunk (B5) meldete, dass chinesische Medien die USA für die Zuspitzung der Lage verantwortlich machen, weil diese Nordkorea "in die Ecke gedrängt" hätten. Ein chinesischer Regierungssprecher nannte die Lage "diffizil".

 

Nach russischen Meldungen soll die chinesische Armee im Nachbargebiet zu Korea in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden sein. Die VR China wäre nach dem Freundschaftsvertrag mit der DVRK von 1961 im Fall eines Angriffs der Imperialisten zu militärischem Beistand verpflichtet.

 

Auf einer Tagung des Zentralkomitees der nordkoreanischen Partei der Arbeit wurde als allgemeine Orientierung beschlossen, sowohl die militärischen (atomaren) Fähigkeiten weiterzuentwickeln als auch die Leichtindustrie und Landwirtschaft für die Versorgung der Bevölkerung zu stärken. ( link ).

 

Der stillgelegte nordvietnamesiche Atomreaktor, dessen Kühltúrm gesprengt worden war, soll wieder In Betrieb gesetzt werden ( link ). Die USA hatten ihr Verpflichtung zu Treibstofflieferungen als Ersatz für die Ausfälle in der nordkoreanischen Energieproduktion infolge der Reaktor-Stilllegung nur teilweise erfüllt. Von der ZK-Tagung der Partei der Arbeit wurde gleichzeitig betont, dass sich die DVRK als verantwortliche Atommacht verhalten werde. Die Weiterführung des Nuklearprogramm sei aber keine Frage von Verhandlungen.

 

Veröffentlicht in Nordkorea

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