Thursday, 15. july 2010 4 15 /07 /Juli /2010 06:58

 

 

Wenn In Bayern jemand politisch etwas werden will, muss er in die CSU gehen. Im Erfolgsfall zahlt sich das "politische Engagement" dann auch fuer die privaten Geschaefte oder die berufliche Karriere aus. So ist es in China auch, bloss dass man dort in die KP gehen muss. Auch in China sind Korruption und Aemterpatronage tief in den Partei- und Staatsapparat eingefressen und politische Karrieren mit privatem Geschaeftemachen verquickt. In der KP treffen sich daher - und an der Stelle hoert der Vergleich mit der CSU auf - ehrliche Revolutionaere mit den Karrieristen und Opportunisten der Macht. Welche dieser beiden "Komponenten" schliesslich die Oberhand gewinnt, wird das Schicksal der KP - und, wichtiger, ganz Chinas - entscheiden.

 

Von der Partei- und Staatsfuehrung wird der Kampf gegen die Korruption zur Zeit forciert. Wer sich erwischen laesst und in der Justiz keine Protektion findet, muss mit harter Strafe rechnen, in den schwersten Faellen mit dem Strick. Aber das Netz der Seilschaften ist dichtgewebt. Wie das in den Niederungen der oertlichen und Kreis-Ebene funktioniert, und wie bescheiden die ehrlichen Leute noch sind, illustriert ein Artikel in der Beijing Rundschau ueber einen ehrlichen Parteisekretaer:

 

Ein Parteisekretaer, der seine Macht beschraenkt

http://german.beijingreview.com.cn/german2010/Focus/2010-07/14/content_284841.htm

 

 

von Sepp Aigner - veröffentlicht in: China - Community: Kritische Massen
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