Kriegspropaganda der TIME als dicke Luege entlarvt

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

 

Die zynische Abgebruehtheit der westlichen Graeuelproppaganda, mit der die Buerger der Interventions-Staaten aufgehetzt werden sollen, kennt kein Mitleid. Die Journaille in den Konzern-Medien schlachten schmalos jedes private Schicksal aus, wenn es in den Kram passt - und verstecken dahinter die Wirklichkeit eines imperialistischen Aggressionskrieges.

 

Ein kleines mieses Beispiel ist die Kampagne der TIME, fuer die eine junge afghanische Frau benutzt wird. Mein Parteibuch hat die Geschichte und ihr Drumherum rekonstruiert:

 

 

Kriegspropaganda von TIME als dicke Lüge entlarvt - und weiter geht’s
von @ 1:08. abgelegt unter Medienmanipulation, Krieg, CIA, Afghanistan

“Die CIA besitzt jeden von irgendeiner Bedeutung in den Massenmedien.” (William Colby 1988)

Der Krieg gegen Afghanistan wird nicht nur in Afghanistan, sondern auch an der Heimatfront immer brutaler geführt. Vor rund einer Woche berichtete Mein Parteibuch über gravierende Zweifel an der am 29.07.2010 von der einschlägig bekannten Kriegstreiberpostille TIME und danach von zahlreichen weiteren der NATO nahestehenden Propaganda-Outlets verbreiteten mit einem Foto illustrierten Geschichte, derzufolge der Afghanin Bibi Aisha nach einem Verdikt eines Taliban-Kommandeurs Ohren und Nase abgeschnitten wurden, weil sie ihrem brutalen Ehemann entlaufen sei. Obwohl das Verbrechen im Jahr 2009 geschah, während weit mehr als 100.000 westliche Besatzungstruppen in Afghanistan waren, schrieb TIME zum Schüren von Kriehsstimmung neben dem auf der Titelseite präsentierten Bild von der verstümmelten Aisha: “Was passiert, wenn wir aus Afghanistan abziehen”.

Die Indizien verdichten sich inzwischen, dass TIME mit der Geschichte eine dicke vorsätzliche Lüge zum Zweck der Kriegspropaganda verbreitet hat.

Wie Mein Parteibuch berichtete, wies ein Sprecher der Taliban auf der Webseite des “Islamic Emirate of Afghanistan - Voice of Jihad” die Geschichte bereits kurz nach Veröffentlichung als Lüge zurück, erklärte, dass “das Islamische Emirat von Afghanistan diesen barbarischen, inhumanen und unislamischen Akt verurteilt”, “dieser Fall niemals an irgendein Gericht oder eine Person des Islamischen Emirates von Afghanistan weitergeleitet” wurde, es sei nach “dem heiligen Islamischen Gesetz” “verboten, Menschen die Ohren und die Nase abzuschneiden”, der Täter nach islamischem Recht schwer bestraft werden würde, die Taliban mit ihrer “Schwester Aisha” “sympathisieren” und “diese fürchterliche Handlung ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und gegen das islamische Gesetz” nennen.

Es sieht so aus, dass die Taliban die Wahrheit gesagt haben und TIME gelogen hat. Ann Jones bestätigte am 13.08. in The Nation, dass die Taliban mit dem Verbrechen, dem Aisha Bibi zum Opfer gefallen ist, nichts zu tun hatten:

Aisha erzählte mir ihre Geschichte ein paar Wochen bevor das Bild ihres Gesichts in der ganzen Welt gezeigt wurde. Sie sagte mir, dass ihr Schwiegervater sie gefangen hat, nachdem sie weggelaufen war und dann in eigner Entscheidung ein Messer nahm; Dorfälteste hätten das später genehmigt, aber die Taliban kamen in der Geschichte überhaupt nicht vor. TIME hat jedoch die Geschichte von Aishas Verstümmelung als von einem Ehemann auf Befehl eines Taliban-Kommandeurs begangen präsentiert, und damit eine persönliche Geschichte, ähnlich denen von unzähligen Frauen in Afghanistan heute, in einen Vorboten der Dinge umgewandelt, die für alle Frauen kommen, falls die Taliban an die Macht zurückkehren.

Doch damit nicht genug. John Gorenfeld beschäftigte sich am 12.08.2010 im Observer mit Aryn Baker, der Autorin der in TIME publizierten Geschichte. Und er fand heraus, dass der Ehemann von Aryn Baker, der Unternehmer Tamim Samee, Direktoriumsmitglied eines 100 Millionen Dollar schweren Investitionsprojektes in Afghanistan ist, und seine geschäftlichen Interessen schwer geschädigt werden könnten, wenn der Krieg gegen Afghanistan beendet würde.

Und weiter geht’s. Wer nun naiv ist und glaubt, die ganzen westlichen Massenmedien, die die zusammengelogene Geschichte verbreitet haben, würden ihre Leser über ihre peinliche Lüge informieren, sieht sich getäuscht. Die verlogenen westlichen Massenmedien sind derzeit vollauf damit beschäftigt, die Geschichte zu verbreiten, “die Taliban” hätten gerade in der Provinz Kundus ein Liebespaar gesteinigt. Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet zu der Frage, wer für die Steinigung verantwortlich ist: “Ein Talibanführer bestätigten die Steinigung.” (Fehler wie im KStA-Original). Das bekannte Kriegshetzerblättchen Zeit-Online berichtet:

Taliban-Kämpfer haben im nordafghanischen Einsatzgebiet der Bundeswehr nach offiziellen Angaben ein unverheiratetes Liebespaar öffentlich gesteinigt. Der Gouverneur der Provinz Kundus, Mohammad Omar, sagte, die Tat habe sich am Sonntag auf einem Markt im Unruhedistrikt Dascht-e-Archi zugetragen. Auch ein Taliban-Führer bestätigte die Steinigung.

World War 4 Report weist jedoch auf einen kleinen Schönheitsfehler in der Berichterstattung westlicher Medien hin:

Die Taliban haben den Vorfall bisher nicht kommentiert. Es wurde berichtet, die Bestrafung sei von Hunderten der Nachbarn und sogar Familienmitgliedern der Opfer durchgeführt worden.

Eine Ausnahme in der Berichterstattung westlicher Medien bildet diesmal die NZZ. Die NZZ meldet:

Ein Talibanführer bestätigte die Steinigung. Ein anderer dagegen sagte, die Aufständischen hätten nichts damit zu tun.

Mit anderen Worten: es ist keineswegs klar, dass der Kriegsgegner in Afghanistan, “die Taliban”, mit der Steinigung irgendetwas zu tun haben. Und doch stellen fast alle westlichen Massenmedien es so dar. Erkennt jemand ein Muster?

Eine “Red Cell” der CIA hatte einem im Frühjahr bei Wikileaks geleakten Geheimpapier zufolge empfohlen, mit Themen wie Frauen und Menschenrechten in westlichen Ländern Kriegsstimmung gegen Afghanistan zu schüren.

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A
<br /> <br /> Diese Art von Propaganda verfängt hoffentlich nicht mehr, da sie einerseits zu dick aufträgt, und andererseits – wäre sie denn zutreffend – die Ohnmacht der Armeen des Westens dokumentieren<br /> würde, solche Exzesse nicht verhindern zu können. Das Thema "Menschenrechte" ist als Kriegsbegründung wohl ausgereizt, die CIA hat es nur noch nicht gemerkt. Wir müssten sonst auch in so manchen<br /> westlichen Staat, oder bei sogenannten Freunden, einmarschieren, wenn es denn dabei wirklich um die Einhaltung von Menschenrechten ginge!<br /> <br /> <br /> <br />
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