Krise in den Köpfen der Kapital-Apologeten

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Markus Gärtner ist ein in den USA lebender bürgerlicher Wirtschaftsjournalist, der kommunistischer Umtriebe völlig unverdächtig ist. Er verzweifelt eher an den Unfähigkeiten des Kapitalismus. Die Euro-/EU-Sache sieht er so:

 

http://blog.markusgaertner.com/2013/03/24/altes-problem-neue-dynamik-zentrifugalkraft-ubernimmt-macht-in-europa/ 

 

Dass ein Profi und Insider wie Markus Gärtner jedes Vertrauen in die Fähigkeit, die kapitalistische Krise so zu lösen, dass sich "ein Weg nach vorn" auftut, verloren hat, scheint mir ein Symptom zu sein. Er ist ja bei weitem nicht der einzige aus diesem Milieu. Ein nicht kleiner Teil der Fachleute, deren Job es eigentlich ist, die kapitalistische Wirtschafts- und Politikentwicklung konstruktiv-kritisch zu begleiten, ist im Grund vom Glauben abgefallen. Das Personal für die Produktion des kollektiven Bewusstseins der Bourgeoisie ist selbst tief verunsichert. Auch das ist ein Teil der Krise. Es hapert mit der Ideologie-Produktion. Die Dominanz des Bewusstsein der Herrschenden über die Beherrschten bröckelt, weil nicht wenige seiner Produzenten angesichts der erdrückenden Tatsachen innerlich selbst zu Häretikern der Religion "Westliche Werte" werden.   

Veröffentlicht in Weltwirtschaftskrise

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