Krise ? Welche Krise ? - Diese:

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

Lucas Zeise hat Jahrzehnte seines Berufslebens mit der Analyse wirtschaftlicher Entwicklungen verbracht. Er arbeitete für die Deutsche Börsenzeitung und die Financial Times Deutschland, für die er weiterhin Kolumnen schreibt. Die Bezeichnung Experte, die sich so viele Mainstream-Schreiber anheften, die eher angemietete Astrologie mit vorgegebenen Befunden betreiben, trifft auf ihn zu. Und er hat vor solchen Leuten den Vorzug, dass er ohne Rücksicht auf Geschäftsinteressen schreiben kann, was er weiss. 

 

Im folgenden Text zeichnet Zeise den Krisenverlauf seit 2007 nach, arbeitet heraus, in welchem Stadium wir uns gegenwärtig befinden und prognostiziert die nächste Zukunft. Sein Fazit:

 

Völlig verfehlt ist es demnach, aus der Tat­sache, dass das Wachstum in Deutschland innerhalb der EU aktuell relativ hoch ist, von einer Lokomotivfunktion der deutschen Volks­­­wirtschaft in der EU zu sprechen. Eher ist nach wie vor das Gegenteil der Fall. Der deutsche Export gedeiht, weil die Weltwirt­schaft sich ein wenig erholt hat und weil die EU-Länder trotz Krise immer noch relativ viel Waren aus Deutschland beziehen. Weil die Euro-Krise nach dem Willen der Regi­e­rung in Berlin aber so gelöst werden soll, dass die Defizitländer Griechenland, Portugal, Spani­en, Irland und Italien den Gürtel enger schnallen, dürfte der Export in diese Länder sich alsbald wenig positiv entwickeln.
Noch weniger Erfreuliches ist aus den USA zu erwarten. Zwar haben die hohen Aus­gabenprogramme, die von der Obama-Regie­rung ganz wie unter Bush, nur ein bisschen mehr davon, weitergeführt wurden, auch dort eine Abwärtsspirale verhindert und zu etwas Wachstum geführt. Die Arbeitslosigkeit ist aber wegen der noch unternehmerfreundlicheren Gesetzgebung massiv gestiegen. Wenn die Stützung des privaten Konsums durch die Regierung im kommenden Jahr ausläuft, geht den US-Haushalten schlicht das Geld aus. Da sie nach wie vor hoch verschuldet sind, können und wollen sie die Rolle des „Konsumenten letzter Instanz" nicht mehr spielen. Der Rückfall in die Rezession ist dann wahrscheinlich. Wahrscheinlich ist auch, dass das den zweiten Abschnitt der Welt­wirtschaftskrise einläutet. Leider zeigt sich dabei eine Parallele zur Weltwirtschaftskrise der dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Auch damals gab es zunächst eine Stabili­sierung, danach einen Rückfall, der schlimmer ausfiel als die Anfangsrezession.

 

Der ganze Artikel steht hier:

 

http://www.neue-impulse-verlag.de/mbl/artikel/510/595/der-naechste-krisenabschnitt-folgt.html

 

 

 

 

Veröffentlicht in Weltwirtschaftskrise

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