LL-Konferenz in Berlin zeitweilig wegen Überfüllung geschlossen

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

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Tausende diskutierten in der Urania Alternativen zur herrschenden Weltordnung | Drucken | E-Mail

 

Sonntag, den 13. Januar 2013

 

Zum Abschluss die Internationale

Zum Abschluss die Internationale

 

Mehr als 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligten sich am Sonnabend in der Berliner Urania an der diesjährigen Rosa-Luxemburg-Konferenz der Tageszeitung junge Welt. Von 11 Uhr morgens bis 18 Uhr abend wechselten sich internationale Referenten mit interessanten Vorträgen ab. Zu den anschließenden Podiumsdiskussion, bei der unter dem Titel »Der Feind steht links!« über die Zusammenarbeit deutscher Sicherheitsbehörden und Geheimdienste mit Neofaschisten debattiert wurde, mußte der Saal zeitweilig wegen Überfüllung geschlossen werden. Moderiert von jW-Chefredakteur Arnold Schölzel analysierten die Publizistin Susann Witt-Stahl, die Rechtsanwältin Gabriele Heinecke, der Linke-Fraktionsvorsitzende im Landtag Thüringen, Bodo Ramelow sowie die Antifa-Aktivistin Monika Montag und der stellvertretende Vorsitzende der DKP, Patrik Köbele, antifaschistische Politik in Zeiten eines »Nationalsozialistischen Untergrunds«.

 

In den Stunden zuvor hatte etwa der französisch-spanische Publizist Ramón Chao über Cervantes' Literaturklassiker »Don Quijote de la Mancha« referiert und diesen als Geschichte von Widerstand und - mehrere Hundert Jahre vor Karl Marx - als marxistisches Werk charakterisiert. Luis Morlote, Vorsitzender der Asociación Hermanos Saíz, einer Organisation junger kubanischer Kulturschaffender, berichtete über die Aktualisierung des Sozialismus in der Karibikrepublik und über die Rolle der Kultur in diesem Prozess.

In einer Resolution verurteilten die Teilnehmer der Konferenz die Morde vom 7. Januar in Paris an den drei kurdischen Politikerinnen Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Söylemez als brutalen Anschlag auf den Friedensprozess. Sprechchöre aus dem Publikum forderten eine Aufhebung des Verbots der kurdischen Arbeiterpartei PKK. Im Verlauf des Abends wurde auch eine Solidaritätserklärung mit der revolutionären Bewegung Venezuelas und dem erkrankten Präsidenten Hugo Chávez verabschiedet.

Ignacio Ramonet, Mitbegründer von Attac und Weltsozialforum sowie heute Direktor der spanischsprachigen Ausgabe von »Le Monde Diplomatique«, thematisierte in seinem Vortrag die Massenmedien als Instrument der herrschenden Klasse und mögliche Gegenstrategien linker Medien. Mit dem gemeinsamen Gesang der »Internationale« endete die Konferenz.

Auszüge aus der Podiumsdiskussion werden am Montag in der Tageszeitung junge Welt veröffentlicht. Alle Beiträge der Referenten werden zudem in einer Beilage zur Tageszeitung sowie als Broschüre publiziert.

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