Lybien: Der Botschafter ist tot

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Die Zahl der Toten des Überfalls auf Lybien wird meistens mit 60 000 beziffert. Wenn diese Zahl richtig ist, muss es mehrere hundertausend Verletzte geben, weil deren Zahl erfahrungsgemäss ein Mehrfaches der Zahl der Toten beträgt. Die westliche intervention wird noch über Jahrzehnte Menschen zu Tode bringen, weil Uranmunition verwendet worden ist. - Kein Thema für westliche Offizielle und die westlichen Medien. Sie reden und schreiben lieber über die famose Demokratie, die es inzwischen in Lybien geben soll. Und dann werden ein US-Botschafter und zwei Botschaftsangestellte getötet. - Unverzeihlich ! schreien die Offiziellen und die Medien im Chor, unfassbare sinnlose nicht hinnehmbare blabla Gewalt ! No comment. Elende Heuchler,

 

So ziemlich jedes Land der Erde hätte aus dem Übergriff auf sein diplomatisches Personal die Konsequenz gezogen, die diplomatischen Beziehungen abzubrechen und sein Personal nach Hause zu beordern. Die USA machen etwas anderes. Sie schicken eine Truppe Marines nach Lybien, die bei "der Wiederherstellung der Sicherheit helfen" soll. Allein diese Reaktion zeigt schon, dass in Lybien kein Botschafter getötet wurde, sondern ein Statthalter. Jetzt werden Massnahmengetroffen, die unruhige Kolonie zu beruhigen. Mit Spezialtruppen. - Über die Menschen, die im Zuge dieser Beruhigung getötet werden, wird sich wieder kein westlicher Offizieller und kein westliches Medium aufregen. Das sind ja bloss Eingeborene, Kollateralschäden. No Comment. Elenede Heuchler.  

Veröffentlicht in Afrika

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almabu 09/13/2012 06:08


Jetzt schicken die Zauberlehrlinge symbolisch 50 Marines in ein sehr gefährliches, weil für sie sprachlich und kulturell unübersichtliches Abenteuer. Dort sollen die radikalsten Strömungen von
islamischen Gruppen abgesiedelt sein, u.a. auch Leute die man heute in Syrien finden kann, beim Demokratieexport. Unsichere Verbündete der USA halt...