Medien im Dienst des Imperialismus

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

In Deutschland ertüchtigen Bertelsmann und Springer, das ehemalige Nachrichtenmagazin und NATO-Zeit ihre Leser zur richtigen Gesinnung. Deutschland ist keine Ausnahme. Die grossen Medien sind die Huren der Macht, wo auch immer das grosse Geld regiert. Hier ein Beispiel aus Amerika:

 

Die IAPA, das Kartell der Presseunternehmer, setzt die Verleumdung Boliviens fort

JEAN-GUY ALLARD

Aus Miami gibt die Inter American Press Association (IAPA), bekannt, dass eine "Delegation" dieser umstrittenden Organisation La Paz besuchen wird, "um dem bolivianischen Präsidenten, Evo Morales, ihre Beunruhigung" über das Gesetz gegen den Rassismus zu bekunden, das nach Worten dieser Gesellschaft von Presseunternehmern "die Meinungsfreiheit bedroht".

Die Kampagne der IAPA gegen Bolivien ist charakteristisch für die von dieser in Florida ansässigen Gruppe entwickelte Propaganda gegen die lateinamerikanischen Regierungen, die es ablehnen, sich dem Diktat der USA zu unterwerfen.

Der spanischen Agentur EFE zufolge wird die "Mission" vom Präsidenten des sogenannten Presseinstituts der IAPA und Direktor der rechtsorientierten Zeitung La República aus Lima, Perú, Gustavo Mohme, angeführt.

Die Delegation bat um eine Audienz mit dem Präsidenten Evo Morales "und sieht ebenfalls vor, sich mit bolivianischen Medienvereinigungen, Journalisten, Parlamentariern und mit Vertretern der Kirche zu treffen".

Nachdem sie vor einigen Jahrzehnten durch Oberst Jules Dubois wiederbelebt wurde, ist die IAPA zu einer weiteren Nachrichtenagentur der Regierung der USA geworden, die es dem State Department ermöglicht, direkt auf die Presse des gesamten Kontinents einzuwirken.

Im Verlaufe der Jahre griff die Vereinigung dieser Magnaten in die Angelegenheiten der UNESCO ein, um die Kontrolle der Information durch die Privatunternehmen zu verteidigen, nahm an der schmutzigen Propaganda gegen die demokratische Regierung Salvador Allendes teil und blieb während des Saatsstreichs gegen den Präsidenten Hugo Chávez sehr schweigsam, den sie seitdem zwanghaft angreift.

Die Organisation vermeidet es, daran zu erinnern, dass zwei der Hauptverschwörer des Militärputsches, der zur Ausweisung des honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya führte, ebenfalls ihre wichtigsten (und fast einzigen) honduranischen Mitglieder sind.

Carlos Roberto Flores Facussé, Ex - Präsident von Honduras (1998-2002) und Eigentümer der Zeitung La Tribuna und Jorge Canahuati Larach, Multimillionär und Eigentümer der Zeitungen La Prensa und El Heraldo, gehören zu den Verschwörern, die den Putsch in dem mittelamerikanischen Land einleiteten.

Für viele Beobachter ist die IAPA ein Einmischungsorgan, das mit der  USAID (Behörde der Vereinigten Staaten für internationale Entwicklung) vergleichbar ist, die die Souveränität der Nationen kontinuierlich verletzt, indem sie die Botschaft und die Interessen der USA über die Unabhängigkeit und die Gesetze der Völker stellt.

 

 

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aus: http://www.granma.cu/aleman/unser-amerika/19octubre-Die%20IAPA.html

 

 

 

 

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A
<br /> <br /> Ich dachte da spontan an Telesur!<br /> <br /> <br /> Dieser "multistaatliche TV-Satelittensender" aus Südamerika wird von den USA auch als "feindlich" eingestuft. Man fürchtet in den USA ebenso RussiaToday, Press-TV (Iran) und die Chinesen - diese<br /> gefährden mittlerweile die "US-Medienhoheit".<br /> <br /> <br /> Telesur sollte z.B. Teile seines Programmes in englischer Sprache senden, RT sendete bis jetzt nur in englischer Sprache - hat aber mittlerweile auch einen spanischsprachigen Dienst - und PressTV<br /> sendet auch in englischer Sprache.<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> In Deutschland sitzen die "Transatlantiker" zu fest im Sattel - und da wird sich auch in den nächsten Jahrzehnten(?) nichts ändern. Allerdings gebe ich zu bedenken, daß die Printmedien auf einem<br /> "absteigenden Ast" sind, und als Informationsquelle das Internet immer mehr an Bedeutung gewinnt.<br /> <br /> <br /> Ich möchte hier auch noch auf den verzweifelten Kampf der Printmedien gegen das Internet verweisen...Thema "Google-News".<br /> <br /> <br /> Natürlich hast du Recht - den "bürgerlichen Printmedien" kann man von linker Seite aus nichts entgegensetzen...aber das Internet bildet jetzt schon eine Art "Gegenöffentlichkeit".<br /> <br /> <br /> Ich denke das sich in den nächsten Jahren die Medienlandschaft weiter verändern wird - trotz aller Zensurversuche - und sich die staatliche Propaganda immer schwerer tun wird (trotz größter<br /> Anstrengungen) ihre "Botschaften" zu vermitteln.<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> Was das Einreiseverbot für US-Propagandisten betrifft - hier sollte man schnellstens ein Gesetz auf den Weg bringen. Diesbezüglich verfahren ja die USA auch nach "Gutsherrenart".<br /> <br /> <br /> <br />
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S
<br /> <br /> Stimmt. Es tut sich schon was. amerika21 medlet heute die Gründung einer lateinmarikanischen Nachrichtenagentur. Dabei geht es wohl auch, darum, das westliche Medienmonopol zu brechen: http://amerika21.de/meldung/2010/10/16057/verband-agenturen<br /> <br /> <br /> <br />
A
<br /> <br /> Das sind ein Artikel, bei dem ich mich frage: warum man derartige Organisationen überhaupt einreisen läßt, ihnen eine Plattform gibt, etc. ?!<br /> <br /> <br /> Sollte man nicht lieber den Spieß umdrehen, und "multimedial" gegen die USA in die Offensive gehen?<br /> <br /> <br /> <br />
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S
<br /> <br /> Leicht gesagt. Womit ?<br /> <br /> <br /> Beispiel: In Deutschland gibt es unter Hunderten Tageszeitung eine linke Tageszeitung - die junge welt - , oder, wenn man die noch als links bezeichnen will, eine zweite - Neues Deutschland. Und<br /> 95 % (oder mehr ?) der Leute, die sich irgendwie oppositionell fühlen, haben die noch nicht mal abonniert, sondern lesen SZ, FR, taz und dergleichen. Die meisten kritischen Leute füttern den<br /> linksliberalen Rand der bürgerlichen "Medienlandschaft", während kleine linke Medien darben und deren Autoren zu einem Grossteil "ehrenamtlich" arbeiten müssen. - So lange das so<br /> ist, ist leider schlecht in eine "Offensive" zu kommen.<br /> <br /> <br /> Beispiel Lateinamerika: Selbst in einem Land wie Venezuela ist der grösste Teil der Massenmedien nach wie vor in der Hand weniger reicher Medienmogule. Von Bolivien weiss ichs nicht, vermute<br /> aber, dass es dort nicht anders ist.<br /> <br /> <br /> Warum man die US-Propagandisten überhaupt in Bolivien einreisen lässt ? Ich vermute, dass es keine gesetzliche Handhabe gibt, sie nicht einreisen zu lassen.<br /> <br /> <br /> <br />