Nachrichten aus dem US-Gulag

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

 

Strafgefangene im Hungerstreik in Kalifornien an der Erschöpfungsgrenze

 

 

WASHINGTON, 20.Juli.— Viele der über 400 Häftlinge im Hungerstreik in vier Gefängnissen Kaliforniens, die gegen die langen Einschließungen in Einzelzellen protestieren, begannen, Erschöpfungssymptome zu zeigen, informierte die Tageszeitung Los Ángeles Times.

 

Laut den Gefängnisbehörden haben 49 Häftlinge mindestens 4,5 Kilogramm verloren und stehen unter "strenger Überwachung", sieben von ihnen in Pelican Bay, einem Hochsicherheitsgefängnis nahe der Grenze zu Oregon, wo auch der Hungerstreik Anfang des Monats begann, ergänzte die Zeitung.

 

Die Behörden haben den Zugang von Journalisten zu den Gefängnissen nicht erlaubt, aber laut Aktivisten beginnen viele Häftlinge, drastische Gewichtsverluste und frühe Erschöpfungssymptome zu zeigen.

 

Nancy Kincaid, Sprecherin des Systems der medizinischen Betreuung im Gefängnis von Tehachapi, im Zentralteil Kaliforniens, informierte, dass ein Häftling 13 Kilogramm verloren habe.

 

Laut den Zeitungsberichten verbleiben die Strafgefangenen täglich 22 Stunden in Einzelhaft und werden für ihre ärztlichen Besuche und Körperübungen in Drahtkäfigen auf den Gefängnishof gestellt.

(EFE)  

 

http://www.granma.cu/aleman/internationales/21jul-huelga.html

 

 

Leonard Peltier

 

22.07.2011 Terror gegen Leonard PeltierWashington. Der ehemalige Aktivist des American Indian Movement (AIM) und politische Gefangene der USA, Leonard Peltier, muß ein halbes Jahr in Isolationshaft verbringen. Das teilte sein Anwalt Robert R. Bryan mit. Das bedeutet für den 66jährigen und gesundheitlich schwer angeschlagenen Peltier die Unterbringung in einer 1,80 Meter mal 2,40 Meter kleinen Stahlbetonzelle ohne Fenster, ohne Wasser und mit lediglich minimaler Frischluftzufuhr. Grund für die Foltermaßnahme ist angeblich ein Geldschein, den Peltier von einem schottischen Bürger in die Haft geschickt bekam und den er unerlaubterweise weitergesendet habe. Bei der anschließenden Zellendurchsuchung soll außerdem ein unerlaubt angebrachtes Stromkabel gefunden worden sein. (jW) www.tokata-lpsg.de







via: http://www.dkp-lsa.de/







Die Cuban Five - Geiseln des Imperiums:



http://www.miami5.de/

 

 

 

 

update:

 

Enthüllungen über Missbrauch der USA an Gefangenen auf dem illegalen Stützpunkt Guantanamo

Mehr als 750 geheime Berichte, die durch Wikileaks veröffentlicht wurden, bestätigen den Missbrauch, den die USA im Gefängnis des illegalen Militärstützpunktes Guantanamo begangen haben, und enthüllen, dass 60 % der Gefangenen in dieses Gefängnis gebracht wurden, ohne irgendeine Beziehung zum Dschihad (Heiliger Krieg) zu haben.

Die Fälle der Mehrzahl der Gefangenen — 758 von 779 — werden detailliert in Memoranden beschrieben, die der Joint Task Force Guantanamo Bay an das Southern Command in Miami, Florida, schickte.

Noch immer sind 170 Häftlinge in diesem Gefängnis, in dem ein Polizei- und Rechtssystem ohne Garantien entstand, wo nur zwei Dinge wichtig waren: wieviel Information die Gefangenen geben konnten, selbst wenn sie unschuldig waren, und ob sie in Zukunft gefährlich werden konnten.

Senioren mit Demenz, Jugendliche, psychisch schwer Kranke, Lehrer und Bauern ohne Beziehung zum Dschihad wurden in das Gefangenenlager gebracht und mit wahren Terroristen, wie den Verantwortlichen für den 11-S, vermischt.

Den Berichten zufolge wurde Abu Zubaydah — der als Gefangener von hohem Wert eingestuft wurde, im März 2002 aus Pakistan entführt worden war und viereinhalb Jahre in geheimen Gefängnissen der CIA verbrachte —,83 Mal der als Waterboarding bezeichneten Foltertechnik unterzogen, einer kontrollierten Form der Asphyxie durch Ertrinken.

Die 759 Dateien wurden gleichzeitig von mehreren US-amerikanischen und europäischen Medien, einschließlich El Pais, veröffentlicht.
Die US-Regierung bedauerte die Freigabe und räumte ein, dass die Berichte mit Informationen von 2002 bis 2009 geschrieben worden sind. (Quelle: El País)

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Granma Internacional http://de.cubadebate.cu/news/2011/04/26/enthullungen-uber-missbrauch-der-usa-an-gefangenen-auf-dem-illegalen-stutzpunkt-guantanamo/

Veröffentlicht in USA

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Agnetha Anders 07/25/2011 08:06



Irgendwie bin ich nicht erstaunt. Ich erwarte aus der Richtung nichts mehr Gutes oder Menschenfreundliches. Es tut nur weh zu sehen, wie vom Oberlehrer (mit empor gehobenem Zeigefinger) in Sachen
Demokratie, die Menschenrechte mit Füßen traktiert werden, wenn es ihnen die den Kram passt



Sepp Aigner 07/25/2011 08:45



So gehts mir auch.



Ulrich Ludewig 07/24/2011 00:51



Ein politisches System, gleich welcher Nation, das seine Gefangenen derart psychisch foltert, ist in meinen Augen unmenschlich verroht!


 



Sepp Aigner 07/24/2011 07:13



Ich finde auch, dass der Umgang des Staates mit Menschen, die er in seiner Gewalt hat, ein Ausweis seines Zivilisationsniveaus ist. Und es ist ein Unterschied, ob sich barbarische Gebräuche in
Richtung Zivilisiertheit bewegen oder ob es in die umgekehrte Richtung geht. Bei den USA ist augenscheinlich Letzteres der Fall. Aber wir müssen hier in Europa und in Deutschland auch aufpassen.



Ulrich Ludewig 07/23/2011 23:48



Ich bin entsetzt über die USA, dieser Bericht erinnert mich


an das 3. Reich und unseren "Gröfaz"



Sepp Aigner 07/24/2011 00:22



So weit würde ich nicht gehen. Es ist schon nochmal ein qualitativer Unterschied zwischen den Praktiken einer verrohten und immer mehr de-zivilisierenden bürgerlichen Demokratie (die vielleicht
gerade wirklich in eine offene Diktatur hinüberwächst) und einem "voll ausgewachsenen" Faschismus, in dem Willkür und terroristische Methoden die typischen Herrschaftsmethoden sind. Aber
frappierend ist schon, wie weit die Selbstdarstellung als Siegelbewahrer von Freedom&Democracy und Realität auseinanderklaffen.