Opel Bochum: Bodyguards und Notausgang für den Sozialpartner

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

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IG Metall kritisiert »Kampfansage von General Motors« an Opelaner in Bochum | Drucken | E-Mail

 

 
Dienstag, den 11. Dezember 2012

IG MetallDie IG Metall fordert, die Produktion im Opel-Werk Bochum über 2016 hinaus aufrechtzuerhalten. Zuvor hatte der Konzern die Schließung des Betriebs zu diesem Zeitpunkt angekündigt. Grund für die Einstellung der Autofertigung seien europaweite Überkapazitäten, hatte Opel-Chef Sedran erklärt. Die Marke Opel werde jedoch in Bochum präsent bleiben - mit einem Logistikzentrum und einer Komponentenfertigung. Die Stimmung auf der Betriebsversammlung am Montag, bei der die Beschäftigten über die Beschlüsse des Konzerns informiert wurden, war aggressiv, berichten Teilnehmer. Der Opel-Chef wich einer Diskussion aus und verließ - von Bodyguards begleitet - den Saal durch einen Notausgang.

 

Für die IG Metall NRW ist die Entscheidung des Opel-Mutterkonzerns »eine Kampfansage an die Belegschaft«, sagte Bezirksleiter Knut Giesler. Er stellte sich hinter die Betroffenen: »Keiner soll das Arbeitsamt von innen sehen. Auch über 2016 hinaus brauchen wir Produktion am Standort Bochum.« Bereits seit Juni verhandeln Betriebsräte und IG Metall mit Opel über die Zukunft des Standorts. Das Management habe jedoch »bis heute nicht geliefert«. Die IG Metall-Tarifkommission für alle Opel-Standorte kommt am Mittwoch dieser Woche in Frankfurt zusammen. Anschließend will die IG Metall »über die weitere Strategie beraten«, heißt es in einer Pressemitteilung.

 

Auch der Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, forderte eine tragfähige Gesamtlösung für Opel in Deutschland. Andernfalls drohe ein offener Konflikt. Eine Schließung des Standortes Bochum sei für die IG Metall nicht akzeptabel, erklärte Huber am Dienstag in Frankfurt. »Wenn Opel jetzt ersatzlos alle Produktionsarbeitsplätze abbauen will, ist das eine offene Kampfansage an uns.« Huber verlangte schnellstens konkrete Vorschläge statt vager Versprechungen. »Diese Unternehmenspolitik schadet den betroffenen Beschäftigten und zerstört das Image der Marke Opel. Damit muss Schluss sein«, erklärte Huber. Die IG Metall fordert den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen an allen deutschen Opel-Standorten und einen Wachstumsplan für Opel. GM müsse in Entwicklung, Komponenten und Fahrzeugfertigung nachhaltig investieren.

 

Wie das MLPD-Onlineportal »RF-News« berichtete, haben heute Vormittag rund 200 Beschäftigte der Frühschicht bei Opel in Bochum zeitweilig die Arbeit niedergelegt und seien in einem Demonstrationszug zum Tor marschiert.

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landbewohner 12/11/2012 18:58


erst haben die ganoven oder idioten der gewerkschaftsspitzen jahrelang proteste der opelaner unterdrückt oder sabotiert, dann durch kumpanei mit gm den abbau der marke opel mit betrieben und die
internationale belegschaft durch ihre maßnahmen gespalten. nun jammern sie und versuchen zum letzten mal, die belegschaft zu verarschen.wahrscheinlich warten da schon frühstücksdirektoren-posten
auf verdiente gewerkschafter.


und letztendlich - riesige überkapazitäten bedeuten nun einmal werkschliessungen oder massiven arbeitsplatz oder -zeitabbau. und selbst wenn man löhne und gehälter- sogar auch die der hartz
bezieher- verdreifachen würde, so käme doch trotzdem wohl niemand auf die idee sich 4 autos zu kaufen, egal ob opel oder china-modell. vom schaden für die umwelt sei mal abgesehen.


und obwohl dieses alles schon seit jahrzehnten bekannt ist, intelligente lösungsansätze oder gar forderungen sind von diesen gewerkschaften und ihren bonzen nicht gekommen.