Österreichische Kommunisten: Wie muss eine Partei von heute aussehen ?

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Die österreichischen Kommunisten, die mit der KPÖ-Führung gebrochen haben, refelektieren zur Zeit die Grundlagen eines neuen Parteiaufbaus. In diesen Blogeinträgen habe ich darauf hingewiesen link , link . Ein weiterer "Baustein" ist dieses Referat des stellvertretenden Vorsitzenden der Kommunistsichen Initiative, Tibor Zenker:

 

http://www.kommunisten.at/article.php?story=20121007123510493

 

Das Organisationsprinzip der Kommunisten, der demokratische Zentralismus, ist schwer in Verruf. Neben dem Begriff der Diktatur des Proletariats ist das ein Haupt-Hassobjekt der bürgerlichen Propaganda. Diese hat auch deswegen Wirkung, weil im Lauf der kommunistischen Geschichte im Namen dieses Organisationsprinzips tatsächlich allerlei Missbrauch getrieben worden ist. Aber das ist nicht die Sorge der Bürgerlichen. Sie haben kein Problem mit Demokratiemängeln, wenn es dem eigenen Geldsack gut tut. Die Sorge besteht in etwas anderem. Die kommunistischen Organisationsprinzipien haben ihre Wirksamkeit im Klassenkampf in tausend Fällen praktisch bewiesen. Sie befähigen zu einer strategisch angelegten, über lage Zeiträume verfolgte Politik. Das ist, was für die Überwindung des Kapitalismus notwendig ist. Kurzzeitig aufflammende Proteste, wie sie angesichts der Krise zur Zeit gang und gäbe sind, können das nicht ersetzen.

 

Wo die kommunistischen Organisationsgrundlagen tatsächlich realisiert werden, verbinden sie die demokratische Struktur der Partei mit zielgerichteter Handlungsfähigkeit. Auch deshalb betrachtet die Bourgeoisie die kommunistischen Parteien, selbst wenn sie klein sind und wenig Einfluss haben, als mindestens potentielle Gefahr für ihre Herrschaft. Und damit haben sie ganz recht.  Der Geifer entspricht ihrem Klasseninteresse.

 

Wer keinen so guten Grund für solchen Geifer hat, kann sich mit Tibor Zenkers Referat den wirklichen Inhalt des demokratischen Zentralismus erschliessen.

 

Tibor Zenker rekapituliert die kommunistischen Organisationsprinzipien nicht als dogmatisches Schema, sondern denkt dabei die aktuelle Lage der österreichischen Kommunisten mit und wendet diese Prinzipien auf diese Lage an. Er behandelt damit die Frage, wie eine kommunistische Partei in Österreich unter den heutigen konkreten Bedingungen organisiert werden muss. 

Veröffentlicht in Kommunisten

Kommentiere diesen Post