Paraguay ... und jetzt ein Versuch in Bolivien

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

RedGlobe meldet:

 

Polizeirevolte: Warnung vor Putschversuch | Drucken | E-Mail
 
Dienstag, den 26. Juni 2012

 

Polizisten rebellieren in Bolivien

Polizisten rebellieren in Bolivien

Seit vergangenem Donnerstag revoltieren in Bolivien mehrere hundert Unteroffiziere der Polizei in verschiedenen Städten; sie fordern in ihrem Protest u.a. gerechtere Löhne. Eine Forderung, die von der Regierung grundsätzlich anerkannt wird, während sie seit 2006 von keiner anderen Regierung akzeptiert wurde. Trotzdem, und selbst nachdem eine Übereinkunft unterschrieben wurde, mit der die Polizeirevolte beendet werden sollte, hat eine Gruppe von »Polizistenfrauen« unter der Führung von Guadalupe Cárdenas 21 neue Punkte ins Gespräch gebracht. Diese exzessive Maßnahme entlarvt die politischen Hintergründe. Wie Präsident Evo Morales sagte, gibt es den Versuch, die bolivianische Regierung zu destabilisieren.

Die kleine Gruppe von Provokateuren sucht gewalttätige Auseinandersetzungen mit Mitgliedern von sozialen Bewegungen, die den politischen Prozess im Lande unterstützen. »Heute wurden GenossInnen von der Polizei angegriffen, als sie die Plaza Murillo erreichen wollten«, berichtete Boliviens Ministerin für Transparenz und Korruptionsbekämpfung, Nardi Suxo, die sich derzeit zu einem offiziellen Besuch in Berlin aufhält. Die Regierung von Präsident Evo Morales befürchtet, dass sich hinter der Gewalt und Gehorsamsverweigerung der Polizisten ein Putschversuch verbirgt, der von konservativen Sektoren der Opposition und einigen privaten Medien gefördert wird.

Nachdem der Präsident sich weigerte, die Armee auf die Straßen zu schicken, um die Situation zu kontrollieren, demonstrierten soziale Gruppen in der Hauptstadt Boliviens um die Regierung zu unterstützen. Sie verlangten, dass die Polizei wieder ihrer Aufgaben erfüllt und nicht von rechtsextremistische Organisationen benutzen lässt, um gegen den gewählten Präsidenten zu agieren. Die Regierung von Bolivien hat die Unterstützung der großen Mehrheit der Bolivianer, Präsident Evo Morales ist bei den letzten Wahlen mit mehr als 61 Prozent der Stimmen gewählt worden. Jeder Versuch, sein Mandat zu unterbrechen, ist eine Verletzung der demokratischen Institutionen, die den Willen unseres Volkes ignorieren würde.

Quelle: Botschaft des Plurinationalen Staates Bolivien in Deutschland / RedGlobe

 

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