Quedlinburg: Weltkulturerbe und kleinkarierte Spiesser

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

Vor einiger Zeit habe ich einen Beitrag  aus dem Blog Was so bewegt http://www.kucaf.de/ eingestellt, in dem es um Querelen in Quedlinburg ging. Was sich da abspielte, war konkret vielleicht, vom Betroffenen abgesehen, nicht von grossem Interesse; - aber als Bebilderung des miefigen geistigen Klimas, das in so mancher deutschen Stadt herrscht, dann durchaus doch: Ein Vertreter einer Werbeagentur der Stadt Quedlinburg droht einem Menschen, dem er ab und an einen Auftrag für eine Stadtführung zukommen liess, "zwischen den Zeilen" damit, künftig werde er keine mehr bekommen. Der Grund: Dieser Mensch hatte sich "erdreistet" öffentliche Kritik zu üben.

 

Kritik - sowas geht natürlich nicht. Schliesslich leben wir in einer Demokratie. Und in der Sorte Demokratie, in der wir leben, hört die Freiheit des Wortes bekanntlich hinter dem Betriebstor auf (der einschlägige Begriff heisst "Störung des Betriebsfriedens") und für "freie Mitarbeiter" gilt das natürlich erst recht und vor und hinter dem "Betriebstor". Touristen über die Weltbedeutung Quedlinburgs aufklären z. B. darf man nur, wenn man ansonsten das Maul hält.

 

Dem betroffenen Thomas Loch, der das Blog Was so bewegt betreibt, hat ein Versuch des Entgegenkommens nichts genutzt. Wenn kleinkarierte Spiesser an ein Zipfelchen Macht kommen, kosten sie die auch aus: Definitiv - keine Aufträge mehr. Quedlinburgs Status als Weltkulturerbe wird von Leuten vermarktet, die eher dumpfen Provinzmief repräsentieren.

 

Weil ich sowas nicht mag und aus Solidarität mit Thomas Loch verlinke ich hier den Eintrag in Was so bewegt, in dem die Einzelheiten nachgelesen werden können: 

 

http://kucaf.de/2010/11/21/der-aufsichtsrat-der-quedlinburg-tourismus-marketing-gmbh-hat-getagt-und-reagiert/

 

 

Veröffentlicht in Kultur und Gesellschaft

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