Resultate der Chancengleichheit

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

Jeder ist seine Glueckes Schmied. Das ist eine schoene Devise. Bloed ist nur, dass die Welt voller schlechter Schmiede zu sein scheint. Die Gluecksverteilung am Anfang des 3. Jahrtausends zeigt das:

 

Nachfolgend einige Daten, mit den jeweiligen Quellen, die kürzlich von der

CROP, dem Internationalen Studienprogramm zur Armut der Universität von Bergen, Norwegen, verglichen wurden. Das CROP unternimmt grosse Anstrengungen, um aus kritischer Perspektive den offiziellen DIskurs über die Armut zu bekämpfen, welcher seit über 30 Jahren von der Weltbank ausgearbeitet wird und unermüdlich von den grossen Medien, den Regierungsbehörden, Akademikern und diversen Experten wiedergekäut wird.

Weltbevölkerung: 6’800 Millionen, davon:

 

  • 1020 Millionen chronisch unterernährt (FA0, 2009)
  • 2000 Millionen haben keinen Zugang zu Medizinalpersonen (www.fic.nih.gov)
  • 884 Millionen haben keinen Zugang zu Trinkwasser (WHO/UNICEF 2008)
  • 924 Millionen Obdachlose oder in prekären Wohnzuständen (UN Habitat 2003)
  • 1600 Millionen haben keine Elekrizität (UN Habitat, “Urban Energy”)
  • 2500 Millionen ohne Bewässerung oder Hygiene- und Abwasser-Systeme (WHO/UNICEF2008)
  • 774 Millionen erwachsene Analphabeten (www.uis.unesco.org)
  • 18 Millionen Armutstote, meist Kinder unter 5 Jahren (WHO)
  • 218 Millionen Kinder zwischen 5 und 17 Jahren arbeiten in Sklavenbedingungen und gefährlicher oder erniedrigender Tätigkeit als Soldaten, Prostituierte, Knechte, Hilfsarbeiter, Arbeiter auf dem Bau oder in der Textilindustrie (ILO, 2006)

 

Zwischen 1988 und 2002 hat sich der Anteil der ärmsten 25% der Weltbevölkerung am Welteinkommen von 1,16 auf 0,92% verringert. während der Anteil der reichsten 10% bei den Vermögen von 64,7% auf 71,1% gestiegen ist.

 

Die Bereicherung Weniger hat zur Kehrseite der Medaille, dass Viele verarmen. Allein diese 6,5% Zunahme des Reichtums der Reichsten wäre genug, um das Einkommen von 70% der Weltbevölkerung zu verdoppeln, unzählige Leben zu retten und das Leid und Elend der Ärmsten zu lindern.

 

Wohlverstanden: ein solches Ziel wäre erreichbar, wenn man bloss die zusätzliche Bereicherung verteilen könnte, die zwischen 1988 und 2002 an die reichsten 10% der Weltbevölkerung fallen ist, ohne ihre unermesslichen Vermögen anzutasten. Aber nicht einmal eine so elementare Sache ist für die herrschenden Klassen des Weltkapitalismus annehmbar.

Schlussfolgerung: Wenn man die Armut nicht bekämpft, (man rede schon gar nicht davon, das Übel unter dem Kapitalismus ausrotten zu wollen), dann weil das System einer unerbittlichen Logik gehorcht, in deren Zentrum die Erzielung des Profits steht, was den Reichtum konzentriert und die Armut und die wirtschaftliche und soziale Ungleichheit unaufhörlich ansteigen lässt.

 

Nach fünf Jahrhunderten der Existenz ist es das, was der Kapitalismus anzubieten hat.

 

Worauf warten wir, um die Welt zu verändern?

 

Quelle (kastilianisch): Refundación Comunista de Uruguay (16.05.2010) | — Übersetzung: kommunisten.ch (mh)

 

 

Veröffentlicht in Vom Besten im Westen

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