Schneiderhan, geh du voran !

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner


In diesem Blog-Eintrag http://kritische-massen.over-blog.de/artivle-35763456.html hatte ich geschrieben: "Jung muss zuruecktreten !" Im stillen dachte ich aber: wieder mal so eine "Weg-mit"-Forderung, bei der man von vornherein weiss, dass sie nicht realisierbar ist. Jung trat als "Verteidigungs"minister natuerlich nicht zurueck, wegen des Gemotzes irgendeines Blogers ohnehin nicht, aber auch nicht wegen gewichtiger Stimmen. Ohnehin blieben von seiner regulaeren Antszeit nur noch wenige Wochen, die Bundestagswahl stand vor der Tuer. Schliesslich schied er aus dem alten Kabinett Merkel- Steinmeier aus, weil dieses vom neuen Kabinett Merkel-Westerwelle abgeloest wurde. Und auch in diesem Kabinett wurde Herr Jung wieder Minister.

Aber mittlerweile ist nicht mehr ausgeschlossen, dass es ihn doch noch erwischt. Die Einschlaege liegen schon ganz nah. Der Generalinspektuer der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, und Staatssekreater Peter Wichert, der schon unter Junge gedient hatte, sind wegen des Kundus-Massakers und der Luegen, de in diesem Zusammenhang aus dem Kriegsministerium kamen, zurueckgetreten (worden). Fehlt noch ein Kopf, und das ist der von Jung.

Die SPD fordert einen Parlamentsausschuss, der untersuchen soll, ob und wie Parlament und Oeffentlichkeit belogen wurden. Die Opposition fordert Jungs Ruecktritt von seinem jetzigen Amt. Die Linksfraktion des hessischen Landtags hat ihn wegen Strafvereitelung im Amt angezeigt.

Der Mann ist zur Altlast geworden. Das ist gut, aber das hat keine guten Gruende. Denn die liegen wohl darin, dass die neue Merkel-Westerwelle-Regierung in Sachen Afghanistankrieg reinen Tisch machen will - um Platz fuer neuen Dreck zu schaffen: Erhoehung der Truppenzahl, verschaerfte Kiriegseinsaetze. Uebung macht den Meister. Die deutsche Wehrmacht muss ertuechtigt werden fuer weiteres. Ein paar Chargen zu opfern und das Gerede von der "Exit-Strategie" soll helfen, dafuer noch einmal ein paar Jaehrchen Zeit zu gewinnen. Der Afghanistankrieg wird verloren werden, weitere Vaterlandsverteidiger am Hindukusch werden dafuer mit Gesundheit oder Leben bezahlen - aber das deutsche Militaer wird wertvolle Kampferfahrungen gesammelt haben.

Veröffentlicht in Deutschland

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G
<br /> <br /> Nicht nur das Militär wird wertvolle Kampferfahrungen gesammelt haben. Vor allem die Kriegsindustrie wird traumhafte Gewinne generiert haben. Ist die eigene Armee im Kampfeinsatz, so kann man die<br /> Waffen doch über seine Lobby ohne große Preisbindung an den Mann bringen und muß sich kaum gegen ausländische Konkurenz durchsetzen. Besser kann es der Rüstungsindustrie nicht gehen. Sie könnte<br /> wie einst der Kaiser sagen, dass ihr der Krieg wie eine Badekur bekommen ist.<br /> <br /> <br /> Das ist der haupsächliche Grund, warum unbedingt deutsche Soldaten an möglichst vielen Brennpunkten in der Welt zu Einsatz kommen. Bei Kriegen gibt es nicht nur Verlierer. Es gibt auch eine<br /> Gruppe von Menschen die an jedem Krieg gewinnen, auch wenn er für das eigene Land verloren geht - die Rüstungsindustrie. So lange diese Industrei in privater Hand ist, so lange gibt es Menschen<br /> die an Kriegen interessiert sind. Da si über genügend Geld verfügen und aus den Gewinnen zweier Weltkriege und des angeblich Kalten Krieges, schöpfen können, setzen sie dieses Geld für Kriege<br /> ein. Sollte mal keine Krieg am brodeln sein, Hetzen sie Volksgruppen gegeneinander die bis dahin friedlich zusammen gelebt haben ( siehe Jugoslawien ) oder sie organisieren Flugzeuge die in hohe<br /> Gebäude gelenkt werden.<br /> <br /> <br /> <br />
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S
<br /> So ist es.<br /> <br /> <br />