SDAJ Augsburg: Irgendwie haben die Mayas schon recht

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Übernommen von http://www.redglobe.de/deutschland/bundeslaender/bayern/5676-rweltuntergang-durch-revolution-verhindernl :

 

»Weltuntergang durch Revolution verhindern« | Drucken | E-Mail
 
Mittwoch, den 19. Dezember 2012

Weltuntergangsdemo in AugsburgIn Augsburg wird am 21. Dezember gegen die angeblich drohende Apokalypse demonstriert. Doch nach Ansicht der Organisatoren droht die Gefahr nicht vom Maya-Kalender. Wir sprachen deshalb mit Francy K. Sie ist Mitglied der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) und organisiert die Demonstration in Augsburg mit.

Ihr veranstaltet am 21. Dezember eine Demonstration gegen den Weltuntergang. Ist es dann nicht ein bißchen spät dafür?

Natürlich ist das spät, aber wir haben uns gedacht: Wenn es sich an dem Tag wirklich zuspitzt, dann kann unsere Demo ja gleich zum Auslöser für die Revolution werden. Schließlich haben die Maya ja eigentlich nicht den Weltuntergang vorausgesagt, sondern lediglich den Beginn eines neuen Zeitalters. Da wäre eine Revolution doch genau das Richtige, denn im Kapitalismus steht der Weltuntergang früher oder später auf jeden Fall bevor, wenn wir ihm nicht durch eine Revolution zuvorkommen. Ganz unabhängig von irgendwelchen Maya-Prophezeiungen, einer der vielen aus der Luft gegriffenen esoterischen Phantastereien oder einer religiösen Apokalypse. Die tatsächliche Gefahr ist doch, das hat die Vergangenheit gezeigt und das zeigt die Gegenwart, daß die Vertreter des Kapitals weder vor Massenmord noch Atomsprengköpfen zurückschrecken, wenn es um die Sicherung von Profit und Macht geht. Sie werden in ihrem Streben nach immer mehr Gewinnen nicht haltmachen, selbst wenn dadurch der Planet vom Untergang bedroht ist. Deshalb ja auch das Motto der Demo: »Weltuntergang verhindern heißt Kapitalismus überwinden«.

Deshalb wollen wir am Freitag den Medienhype um den Maya-Kalender ausnutzen, um auf die tatsächlichen Gefahren aufmerksam zu machen, die uns durch dieses System drohen. Und natürlich nutzen wir auch den letzten Weihnachtsrummel. Eigentlich ist Weihnachten ja ein schönes Fest der Liebe, an dem man mal die Zeit hat, mit denen zusammen zu sein, die man sonst das ganze Jahr über nicht sieht. Aber inzwischen geht es ja nur noch ums Geldscheffeln – wie im ganzen kapitalistischen System. Und solange solche zwischenmenschlichen Feste vom Kapital ausgenutzt werden, um die Umsätze zu steigern und die Menschen noch mehr auszubeuten, ist Weihnachten ebenso wie der Valentinstag oder Ostern natürlich nichts, das wir unterstützen könnten.

Was plant ihr genau am 21. Dezember in Augsburg?

Wir werden am Freitag nachmittag am Hauptbahnhof eine Auftaktkundgebung abhalten. Dem anschließen wird sich eine Demonstration durch die Innenstadt, mitten durch die Christkindlsmärkte in der Fußgängerzone. Und am Abend veranstalten wir dann noch ein vorweihnachtliches, antikapitalistisches Weltendjahresausklangsfest in der »Ganzen Bäckerei«, einem bekannten selbstverwalteten Augsburger Kulturladen, der diese von der SDAJ initiierten Aktionen unterstützt. Wir möchten damit die Menschen in Augsburg darauf aufmerksam machen, daß es durchaus Alternativen gibt, nicht nur das, was von den etablierten Parteien und ihren Jugendverbänden wie den Jusos erzählt wird.

Sollte es wider Erwarten am 21. Dezember schließlich doch nicht zum Weltuntergang kommen: Was plant die Augsburger SDAJ für das kommende Jahr?

Wir möchten dazu beitragen, in und für Augsburg ein breites antikapitalistisches Bündnis zu entwickeln. Dazu soll die Demo am Freitag in gewisser Weise der Auftakt sein. Im Januar organisieren wir dann als SDAJ Bayern eine Busfahrt zur Rosa-Luxemburg-Konferenz und zur Liebknecht-Luxemburg-Demonstration in Berlin. Und im Februar bereiten wir den schon traditionellen Augsburger antifaschistischen Aktionstag mit vor, dessen Bestandteil wieder unsere Jugenddemonstration werden soll.

 

Mehr Infos: http://sdajaugsburg.blogsport.de/

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