Syrien: Nicht Aufstand, sondern verdeckter Angriffskrieg

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Was in Syrien geschieht als Bürgerkrieg zu bezeichnen, ist meines Erachtens falsch. Es passiert all das, was in einem Bürgerkrieg passiert. Aber es ist die Imitation eines Bürgerkriegs. Dem Wesen der Sache nach handelt es sich um eine ausländische Intervention. Dass dafür auch syrische Bürger rekrutiert werden, tut nichts zur Sache. Der Punkt ist, dass die FSA und die übrigen Killerbanden, ebenso wie die Politikaster, sie als syrische Exil-Opposition firmieren, nicht aus eigenem Antrieb und schon gar nicht aus eigenen Kräften handeln, sondern von den imperialstischen Staaten, namentlich den USA, Frankreich, Grossbritannien und Deutschland, bezahlt, gesteuert, organisiert und mit Waffen versorgt werden. Ohne diese Einmischung gäbe es keine bewaffneten Kämpfe.

 

Die westliche Propaganda, die nahelegt, es handele sich um einen Aufstand des syrischen Volkes oder relavanter Teile davon, ist eine Lüge. Die wirkliche Opposition in Syrien, für die es viele gute Gründe gibt, spielt  bei den Schlächtereien gar keine Rolle, es sei denn als Opfer - so, wie die Bevölkerung insgesamt dabei keine Rolle spielt, sondern Opfer ist.

 

Eine der wenigen westlichen Stimmen, die versuchen, die wirklichen Verhältnisse in Syrien wahrheitsgetreu und "nach bestem Wissen und Gewissen" darzustellen, ist die deutsche freie Journalistin Karin Leukefeld, die zur Zeit in Damaskus lebt. Hier ein Interview mit ihr bei weltnetz-tv

 

Syrien: Krieg auf dem Rücken des Volkes

http://weltnetz.tv/video/363

Veröffentlicht in Naher-Mittlerer Osten

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Herbert 08/02/2012 12:22


Ich habe den Eindruck, daß sich manch einer die Frage Einigung, Einheit, geeint viel zu einfach und viel zu verkürzt vorstellt. Man findet z. B. bei Lenin den richtigen Gedanken, daß diese
Frage von der Arbeiterklasse entschieden wird. Das gilt nach wie vor. Auch wenn von "marxistisch-leninistisch" die Rede ist, meinen keineswegs alle das Gleiche. Was mich betrifft, habe
ich zum Thema selbst schon einiges geschrieben. Zuletzt den Text: "DKP und Parteiproblem". Veröffentlicht in Heft 65 der Reihe Marxistisches Forum. Übrigens: Ich persönlich habe nicht
den Eindruck, daß auch nur eine Organisation ihren "Wunsch", organisatorische Basis des Ganzen zu sein, aufgibt - auch oder schon gar nicht die KPD-Ost. Die Videos der betreffenden
Veranstaltungen finden sich u.a. im Yoo -Tube -Kanal "Die Marxisten". Daß die Gründung der KPD-Ost eine Ehrenrettung der Kommunisten aus der SED bzw. der DDR gewesen sein soll, wie es auf
einer dieser Veranstaltungen hieß, ist für mich in keiner Weise schlüssig. Schlüssig wäre für mich gewesen, die einzig überlebende kommunistische Partei in Deutschland - die DKP zu stärken.
Anderes betrachte ich als Ausweichen vor den Problemen und als Rückzugsgefecht, dem das Ausshängeschild des Offensiven angehängt wird.


Herbert


Herbert

retmarut 08/02/2012 11:50


@almabu:


Es sind allerdings nicht nur die USA, die dort ihren schmutzigen Interventionskrieg führen. Ganz vorne mit dabei sind Großbritannien und Deutschland. Die Briten sind (wie ja auch schon in Libyen)
mit dem SAS im Land und unterweisen die FSA im Umgang mit den über die Türkei und Jordanien eingeschleusten, westlichen Kriegswaffen. Menssch kann getrost davon ausgehen, dass auch das deutsche
KSK entsprechende Aufgaben in Syrien wahrnimmt, allerdings scheint das auf deutscher Seite wesentlich besser getarnt zu sein als beim SAS.


Es handelt sich beim Krieg gegen Syrien, also dem inszenierten Bürgerkrieg, um eine Expedition eines imperialistischen Bündnisses, bestehend u.a. auch den USA, GB, Deutschland und Frankreich,
unterstützt von ihren regionalen Helfern Türkei, Katar und Saudi-Arabien.


Es ist eben auch Deutschland, die deutsche Bourgeoisie, die diesen dreckigen Krieg gegen Syrien führt. Entsprechend auch die Propaganda in den hiesigen bürgerlichen Medien.

Die Helden der westlichen Welt bei ihreaurorakater 08/02/2012 09:10


Die Helden der westlichen Welt in Syrien bei ihrer Arbeit, erschießen von Gefangenen; http://www.youtube.com/watch?v=KggxTWkZJmU

Kiat Gorina 08/02/2012 08:44


Die jüngsten Entwicklungen im Mittleren Osten haben eines gemeinsam: Sie wurden in amerikanischen "Denkfabriken" entworfen und dann in den ausgewählten Ländern "inszeniert". Leider gibt es nur
noch wenige Journalistinnen, die darüber schreiben. Vielen Dank für das Einstellen des Artikels!

almabu 08/01/2012 23:48


So ist es, Sepp! Ohne die USA, bzw. gegen ihren Willen, würden in Syrien oder Lybien kein Schuss gefallen sein. Die Defizite und Probleme, die diese Einmischung und Verletzung der territorialen
Souveränität bedeuten, könnten nach Innen verlegt werden..?