"Terrorbekämpfung": Krieg nach aussen, Unterdrückung nach innen.

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

Der "Krieg gegen den Terror" ist nicht nur Aggression nach aussen wie in Afghanistan, Irak und Libyen, sondern auch Unterdrückung nach innen. Ein "kleines" Beispiel aus Dänemark:

 

FIR: Dänische Antifaschisten sind keine Terroristen! | Drucken | E-Mail

 

Dänemark
Montag, den 20. Juni 2011 um 09:22 Uhr

 

Anton Nielsen

Anton Nielsen

Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) protestiert gegen ein von der Organisation als Skandalurteil bewertendes Ergebnis im politischen Prozess gegen den Vorsitzenden eines dänischen antifaschistischen Veteranenverbandes. »Mit großer Empörung musste die FIR erfahren, dass Mitte Juni 2011 der Vorsitzende der dänischen Horserød Stutthof Foreningen, der 72jährige Anton Nielsen, zu einer mehrmonatigen Haftstrafe wegen angeblicher Unterstützung terroristischer Vereinigungen verurteilt wurde«, heisst es in einer von der FIR verbreiteten Erklärung.

Schon im Januar 2011 hatte der internationale Zusammenschluss von Vereinigungen antifaschistischer Widerstandskämpfer gegen die Nazi-Diktatur in einem Schreiben an den dänischen Justizminister gegen die Anklage des dänischen Reichsanwaltes protestiert und deutlich gemacht, dass die Horserød Stutthof Foreningen, der Zusammenschluss der ehemaligen Häftlinge von Stutthoff und ihrer Angehörigen, keine terroristische Vereinigung ist und der Vorwurf der »Unterstützung des Terrorismus« nur eine böswillige Unterstellung darstellt. »Wir wiederholen noch einmal: Horserød Stutthof Foreningen unterstützt seit Jahrzehnten die historische Erinnerungsarbeit und tritt dafür ein, dass das politische Vermächtnis der Überlebenden: „Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln! Schaffung einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit!“ Wirklichkeit wird.«

Wie die antifaschistischen Verbände in allen Ländern wirke die Horserød Stutthof Foreningen für eine gerechte Weltordnung auf der Grundlage der Menschenrechtsdeklaration und der Beschlüsse der Vereinten Nationen und damit gegen soziale und militärische Unterdrückung. Partner sind dabei die Bewegungen zur nationalen Befreiung und soziale Kräfte, die Hilfe für die von Kriegen und Unterdrückung betroffenen Menschen organisieren. Vorgeworfen wurde der Horserød Stutthof Foreningen nun konkret, dass sie sich finanziell für humanitäre Hilfe in Gaza und ein soziales Projekt der FARC in Kolumbien engagierte. Eine solche Arbeit als »Unterstützung des Terrorismus« zu denunzieren, bedeute in letzter Konsequenz, die politischen Vorgaben des US-amerikanischen »Patriot Act« zur Richtschnur der europäischen Rechtsnorm zu machen. »Das ist eine politische Ungeheuerlichkeit, die wir nicht hinnehmen können«, so die FIR. »Wir wiederholen – gerade nach dem skandalösen Richterspruch von Kopenhagen – unsere Forderung: Rücknahme der Verurteilung des Kameraden Anton Nielsen, des Vorsitzenden der dänischen Horserød Stutthof Foreningen. Wir erwarten von einem Land wie Dänemark, das ein respektierter Partner in einem vereinten Europa sein will, keine „Terroristenhysterie“, sondern Respekt vor den gemeinsamen Erfahrungen des Kampfes gegen Nazismus und Okkupation, gegen Rassismus und Antisemitismus und für eine demokratische und friedlichen Entwicklung.«

 

Quelle: http://www.redglobe.de/europa/daenemark/4540-fir-daenische-antifaschisten-sind-keine-terroristen-

 

update:

 

Das Deutsche da passt dazu: http://www.scharf-links.de/46.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=16986&tx_ttnews[backPid]=91&cHash=0e34a6b56d

 

 

 

 

 

Veröffentlicht in Vom Besten im Westen

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A
<br /> <br /> Leider gibt es in ganz Skandinavien stramme Rechts-Tendenzen. Den lebenslustigen Norden der 70-90er Jahre, den gibt es schon lange nicht mehr...<br /> <br /> <br /> Mit dem strammen NATO-Dänen Rasmussen bekommt diese Tendenz ein Gesicht.<br /> <br /> <br /> <br />
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