Thomas Metscher zu moderner Kunst und ihrem historischen Platz

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

"Nie zuvor in der Geschichte war die Differenz zwischen Erscheinung und Wesen so groß wie in der Epoche des Imperialismus.

Dieser Grundtatbestand stellt sich jeder Kunst, die sich dieser Dialektik als Gesetz ihres Schaffens verschreibt, als fundamentales Problem der Gestaltung."

 

junge Welt: Zwischen Apokalypse und Utopie

 

 

Vorabdruck. Künstlerische Moderne: Zur Transformation des ästhetischen Gegenstands in der Epoche des Imperialismus

Von Thomas Metscher


Im Berliner Verlag Kulturmaschinen erscheint in diesen Tagen das Buch »Kunst – eine marxistische Einführung« des Literaturwissenschaftlers und Philosophen Thomas Metscher. jW hat daraus entnommene Auszüge um Zwischenüberschriften ergänzt; Anmerkungen erscheinen nicht im, sondern am Ende des Textes.
Die Geburt der modernen Kunst erfolgte in einer Krise, die in der Geschichte kaum Vergleichbares hat. Sie betraf den Zivilisationstyp, der seit dem Ausgang des Mittelalters die Geschichte der Welt bestimmte: die europäisch-westliche Zivilisation in ihren Grundlagen und in ihrer Gänze. Sie besaß weltgeschichtliche Dimension, da die neuzeitliche Gesellschaft zu diesem historischen Zeitpunkt in die Periode der Weltgeschichte eingetreten war.

 

Veröffentlicht in Kultur und Gesellschaft

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