Überproduktion in der chinesischen Stahlindustrie

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Wegen des Preisverfalls stehe die chinesische Stahlindustrie "kurz vor dem Zusammenbruch", schreibt german.china.org. Eine Besserung sei innerhalb der nächsten drei Jahre nicht absehbar. Beim Lesen des Artikels kam mir der Gedanke: Ist das ein Anzeichen dafür, dass die "Nutzung marktwirtschaftlicher Mechanismen" für den Aufbau der materiellen Grundlagen des Sozialismus in China an ihre Grenzen kommt ? Hier der Artikel:

 

http://german.china.org.cn/business/txt/2012-09/04/content_26422261.htm

 

 

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gunther 09/07/2012 21:52


Vom Entwicklungsstand der Ökonomie kann man diese beiden Länder nicht vergleichen, aber Schienen selber herstellen ist nun nicht das Problem. Hier werden wieder sinnlos Devisen ausgegebnn, die
für den Kauf von Maschinen in der Landwirtschaft dringender braucht. Maschinen werden die Kubaner wohl nie herstellen, Schienen müssen sie herstellen können.


So, es heißt also nicht mehr oder dann nicht mehr sozialistische Warenproduktion, sondern soz. Bedarfsproduktion. Letzteres habe ich noch nie gehört...


Es hat weder der 2. Weg wie in Chile funktioniert, noch das von Ihnen beschriebene Problem, ich denke es wird keiner wissen und ist vom "Kräfteverhältniss" abhängig. Oder eben Klassenkampf, kommt
auf die historische Situation an...

gunther 09/04/2012 20:06


Die Überproduktion im allgemeinen unter "Nutzung marktwirtschaftlicher Mechanismen" für den Aufbau der materiellen Grundlagen des Sozialismus kann in China an seine Grenzen stoßen, die
Alternative ist aber eine geplante Entwicklung, die den Faktor Mensch berücksichtigen muss. Die Produktivkraftentwicklung wird dann wieder weit zurückfallen. Nehmen wir Kuba, dort wird auch Stahl
hergestellt, es reicht wie immer nicht, die Investitionen lassen zu wünschen übrig und so kauft Kuba in Russland Eisenbahnschienen. Dazu braucht man nicht mal groß zu investieren...

Sepp Aigner 09/06/2012 16:50



Ich finde, Kuba und China sind hir nicht gut vergleichbar. China kann aus eigener Kraft die gesamte moderne Produktionspalette selber abdecken, Kuba nicht.


Was China betrifft, wird die Entwicklung (hauptseitig heute noch nicht, aber innerhalb der nächsten Jahrzehnte) an einen entscheidenden Punkt kommen: Gelingt die Umstellung der heutigen staatlich
gesteuerten anarchischen kapitalistischen Warenproduktion in eine sozialistische Bedarfsproduktion - oder nicht. Ichvermute, dass das wirklich offen ist. Es gibt dafür auch kein Vorbild aus dem
20. Jahrhundert. Das wird echtes Neuland sein.