Volkssolidarität

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

In der Bloggerszene gibt es viele, die sich mit sozialen Themen beschäftigen, mit der Verarmung der Arbeitslosen und Hartz IV-Bezieher, der Hilfslosigkeit von Bedürftigen gegenüber der Bürokratie, der sozialen Isoliertheit von Kranken und Menschen ohne Arbeit. Häufig wird darüber Klage geführt, dass es keine Organisationen gibt, die sich um solche Probleme kümmern. Tatsächlich ist von "irgendwo oben" nichts zu erwarten. Die Betroffenen selbst - zuallererst diejenigen, die sich stark genug fühlen, sich nicht nur um sich selbst, sondern auch um andere zu kümmern - müssen sich organisieren. Wenn "von oben" nichts kommt, bleibt nichts anderes übrig, als der Zusammenschluss und die wechselseitige Solidarität der Betroffenen.

 

Dafür gibt es eine Organisierungsmöglichkeit, die in den alten Bundesländern noch kaum bekannt ist - die Volkssolidarität. Das ist ein grosser Wohlfahrtsverband, den es in Ostdeutschland schon seit 1945 gibt und der den Untergang der DDR überlebt hat. Er hat zur Zeit 265 000 Mitglieder, 30 000 ehrenamtliche und 17 000 hauptamtliche Mitarbeiter. 2010 konnten   12 000 neue Mitglieder gewonnen werden, und der Zustrom hält an. In den "neuen Bundesländern" und ehemaligen Ostberlin sind 2 % der Bevölkerung Mitglied der Volkssolidarität.

 

Inzwischen gibt es auch im Westen zwei Gruppen, eine seit 2006 in Ratingen und eine seit 2010 in Castrop-Rauxel. (Näheres zu Ratingen: http://www.volkssolidaritaet.de/cms/ratingen/Navigation/Roter+Bereich/Aktuelles.html )

 

Einen Überblick über die Aktivitäten des Gesamtverbandes gibt es hier: http://www.volkssolidaritaet.de/cms/Navigation/Oberer+roter+Bereich/Aktuelles/++-p-3.html  

 

Mit der Volkssolidarität gibt es einen Verband, der bei der Gründung von sozialen Initiativen behilflich sein kann und über reiche Erfahrung verfügt, wie man soziale Anliegen anpacken kann. Sich ihm anzuschliessen, würde auch die Arbeit schon existierender örtlicher Initiativen ohne überregionale Anbindung erleichtern.

 

Vielleicht finden sich ja Menschen aus der "sozial bewegten" Bloggerszene, die "einsteigen" und, anstatt zu klagen, dass für sie nichts gemacht wird, selber was machen ?

 

Veröffentlicht in Deutschland

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