Vor 20 Jahren starb Jupp Schleifstein

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Anlässlich seines 20. Todestages erinnert junge welt http://www.jungewelt.de/aktuell/  an den bedeutenden kommunistischen Theoretiker, Publizisten und Funktionär mit einigen Daten aus seinem Leben und einem von ihm verfassten Ausatz über den jungen Marx:

 

Zur Entwicklung der Staats- und Demokratieauffassung des jungen Marx

Von Josef Schleifstein

 


Antifaschist, Marxist, Kommunist: Josef Schleifstein (1915–1992) Foto: Marxistische Blätter

 


Vor 20 Jahren, am 24. Juli 1992, verstarb Josef »Jupp« Schleifstein. Geboren am 15. März 1915 im polnischen Łódz, trat er 1931 in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands (KJVD) ein und wurde ein Jahr später Mitglied der KPD. Im November 1933 wurde er wegen Hochverrats von den Nazis verhaftet und zu 20 Monaten Zuchthaus verurteilt. Nach seiner Haft wurde er zuerst nach Polen abgeschoben, emigrierte dann in die Tschechoslowakei, später nach London. Dort arbeitete er in der Freien Deutschen Jugend und an der Bildungsarbeit der exilierten KPD mit. Nach dem Krieg, im Oktober 1946, kehrte Schleifstein nach Deutschland zurück. In der Folgezeit war er in unterschiedlichen Positionen für die kommunistische Bewegung in Deutschland aktiv: stellvertretender Chefredakteur der Volksstimme, Mitglied im Parteivorstand der KPD, Mitbegründer der Marxistischen Blätter und des Instituts für Marxistische Studien und Forschung (IMSF). In der 1968 gegründeten Deutschen Kommunistischen Partei war er im Parteivorstand tätig. Seine wissenschaftlichen, am historischen Materialismus orientierten Publikationen dienten vielen inner- wie außerhalb der Partei als Leitfaden, seine »Einführung in das Studium von Marx, Engels und Lenin« bleibt ein wichtiges Buch zur Vermittlung von marxistischem Grundlagenwissen.

Anläßlich seines Todestages veröffentlicht jW einen um Fußnoten gekürzten Auszug aus einem Text Josef Schleifsteins, der zuerst 1981 in dem von ihm zusammen mit dem österreichischen Marxisten Ernst Wimmer herausgegebenen Band »Plädoyers für einen wissenschaftlich Humanismus« erschien.

 

 

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