Wem gehören die 100 grössten deutschen Konzerne ?

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

"Globalisierung" - das Wort ist eine Floskel ohne konkreten Inhalt, ein Modewort wie "Nachhaltigkeit" oder "Bio". Es verweist nicht auf Fakten, sondern auf Gesinnung: Die Welt sei neuerdings irgendwie anders geworden, wir würden in einem irgendwie neuen Zeitalter oder einer neuen Phase der Geschichte, der Wirtschaft, Gesellschaft und Staatenwelt leben. Zu den Nachbarwörtern dieser Mode-Weltsicht gehört der Ausdruck "Transnationalisierung". Dieser Ausdruck legt eine angeblich "globalisierende" oder schon "globalisierte" Wirtschaft nahe, in der die Staatsgrenzen; Zoll-Regimes, Handels- und Kapitalsverkehrshindernisse eine immer geringer werdende Rolle spielen oder das zumindest bevorsteht.

 

Man muss genauer hinsehen. Ein Aspekt ist zum Beispiel, dass die Organisation der Produktion im staatenübergreigenden Massstab - die sogenannten globalen Wertschöpfungsketten - nicht identisch ist mit entsprechenden Eigentumsverhältnissen. Zweifellos hat die Verflechtung der Kapitale, die Monopolisierung riesiger Kapitalmassen über Ländergrenzen hinweg, zugenommen. Abr die Vorstellung, die monopolistischen Kapital hätten sozusagen keinen Heimathafen mehr, ist unzutreffend. Eigentum braucht staatliche Macht, Monopolistisches Eigentum braucht staatliche Machtentfaltung nach aussen, die dem Kapitalexport Schutz bietet, die Bedingungen für das Eindringen in noch unerschlossene Anlagesphären politisch und im "Notfall" militärisch herstellt. Der Staat ist selbst ein Faktor in der Konkurrenz zwischen den verschiedenen Monopolgruppen.

 

Was die Eigentumsverhältnisse betrifft, geben die folgenden Links Auskunft über die Besitzer der grössten deutschen Monopole. Es zeigt sich: Sie sind nicht einfach "globalisiert", sondern die meisten sind "fest in deutscher Hand".

 

Stand 2007/08:

 

https://spreadsheets.google.com/pub?key=pt4dwOQRtIE-squ7Q6zNyEA 

 

Hier kann man frühere Stände vergleichen (1985 und 1958 ):

 

1985:https://spreadsheets.google.com/pub?key=pt4dwOQRtIE93DqUtRl-aAg 

 

1958: https://spreadsheets.google.com/pub?key=pt4dwOQRtIE9pbBhqYKyEMA 

 

Und hier sind die Eigentumsverhältnisse und deren organisatorische Form zwischen diesen drei Entwicklungsständen miteinander verglichen:

 

https://spreadsheets.google.com/pub?key=pt4dwOQRtIE9GgVTyfINzKA 

 

 

Die mühselige Arbeit dieser Zusammenstellung hat sich Beate Landefeld gemacht ( http://beatelandefeld.blogspot.com/ ).

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