Wie die Süddeutsche in den Briefkasten des anspruchsvollen Lesers kommt

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

Die grosse liberale Zeitung für den anspruchsvollen Leser muss irgendwie in den Briefkasten kommen, jedenfalls für diejenigen, die ihre Anspruchsvollität per Abo täglich zelebrieren wollen. Wie kommt es denn da rein, in den Briefkasten ? So (Und nicht vergessen: anspruchsvoll bleiben !):

 

 

Die Zeitungszusteller der Süddeutschen Zeitung haben seit 18 Jahren praktisch keine Lohnerhöhung bekommen. Sie erhalten einen Stücklohn von 7,9 Cent pro Werktagausgabe und 9,5 Cent pro Wochenendausgabe. Seit Monaten fordern nun die Kolleginnen und Kollegen der ZVZ, eine der 11 Zustellgesellschaften, eine bessere Bezahlung. Sie streikten dafür und riefen die Einigungsstelle des Arbeitsgerichts an. Eine Untersuchung ihrer Touren durch das Arbeitsgericht brachte das Ergebnis, dass die Vorgaben der SZ über die in einer Stunde zu schaffenden Zeitungsmengen zu 50 bis 200 Prozent überzogen sind. Berechnet man danach

Süddeutscher Verlag wie Schlecker!  die Stundenlöhne, kommt ein Stunden-lohn zwischen 2,50 und 5,50 Euro plus Nachtzuschlag heraus. Die Zeitungsaus-träger konnten sich Hoffnungen auf einen positiven Spruch der Einigungsstelle machen. Am 12.1.2012 erhielten sie jedoch eine ganz andere die Antwort: die SZ- Logistik GmbH, eine hundertprozentige Tochter des Süddeutschen Verlags, ent-zieht der Zustellerfirma ZVZ den Auftrag! Der Betrieb soll zum 29.2.2011 geschlossen werden. So ein skandalöses Vorgehen kennen wir von Schlecker – jetzt praktiziert es die angeblich li-berale SZ. Die Zusteller sind jedoch entschlossen, weiter zu kämpfen – so einfach kommt der Süddeutsche Verlag bei ihnen nicht durch! lrem

  

Quelle: Auf Draht (Wer die neue Ausgabe als PDF-Datei zugeschickt kriegen will, kann sich melden.)

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