Wird Niebel humanitäre Hilfe nach Kuba schicken ?

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Der Vorstand des Netzwerks Kuba hat Bundesminister Niebel aufgefordert, Kuba nach der Hurrikan-Katastrophe humanitäre Hilfe zu leisten. Die Bundesregierung könnte damit dem gutenBeispiel Russlands, Venezuelas, Boliviens und anderer folgen.Das wird sie aber nicht tun. Wenn von humanitäerer Hilfe gesprochen wird, sind immer die eigenen wirtschaftlichen Vorteile und politische Einmischung in andere Staaten gemeint. Wenn ein deutsches Regierungsmitglied das Wort humanitär in den Mund nimmt, handelt es sich um Verstellung und Lüge. Niebel ist kein Entwicklungshilfeminister, sondern, vom Teppichschnäppchenjagen abgesehen, Minister für neokoloniale Einflussnahme. Da ist im Fall Kuba nichts zu holen. Deswegen kriegt es auch nichts.

 

Immerhin weist die Aufforderung der Kuba-Solidaritätskomitees darauf hin, was eine deutsche Regierung tun müsste, wenn ihre humanitären Lippenbekenntnisse nicht gelogen wären. Oder gibt es doch wenigstens ein paar Flugzeugladungen Hilfsgüter, und sei es nur, damit die humanitären Lügen nicht allzu offensichtlich werden ? Ich fürchte - nicht.

 

Die DKP sammelt Spenden für die vonder Naturkatastrophe betroffenen Kubaner. Die Konto-Nummer steht bei dem folgenden Artikel von RedGlobe:.

Kuba
Freitag, den 02. November 2012

 

Solidarität aus Russland: Dieses Flugzeug brachte am Donnerstag 32 Tonnen Hilfsgüter nach Kuba

Solidarität aus Russland: Dieses Flugzeug brachte am Donnerstag 32 Tonnen Hilfsgüter nach Kuba

 

In einem Schreiben hat der Vorstand des Netzwerks Cuba Bundesminister Dirk Niebel aufgefordert, umgehend Katastrophenhilfe für Kuba bereitszustellen. Der verheerende Hurrikan »Sandy« habe in den Ostprovinzen der Karibikinsel immense Schäden angerichtet, so der Zusammenschluss der in Deutschland aktiven Kuba-Solidaritätsgruppen. Mit Windgeschwindigkeiten von über 180 Stundenkilometern hatten die bis zu neun Meter hohen Flutwellen und intensive Regenfälle etliche Häuser, Infrastrukturen, landwirtschaftliche Anbaugebiete etc. zerstört. Im Osten des Landes kamen elf Menschen ums Leben. Nach der bisherigen Bestandsaufnahme wurden 130.000 Wohngebäude beschädigt und 15.000 Häuser zerstört.

 

 

Die aufwändigen und kostspieligen Sicherheitsvorkehrungen in Cuba wurden trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage vorgenommen und verhinderten Schlimmeres. Schon am folgenden Tag begannen die Aufräumarbeiten auf Hochtouren. Die UN und internationale Hilfsorganisationen haben -- so das Netzwerk - die kubanische Krisenbewältigung wiederholt gelobt und als Vorbild empfohlen. Dies sollte honoriert werden.

 

In dem Schreiben an Minister Niebel heißt es: »Aufgrund der außergewöhnlichen Schwere der Zerstörungen und Schäden durch den Hurrikan in Kuba möchten wir Sie und die Bundesregierung nachdrücklich auffordern, aus den entsprechenden Etats des Bundeshaushalts eine angemessene Geldsumme an deutsche NGOs zur Hilfe in Cuba zu übermitteln.« Das Netzwerk hoffe, dass der Minister seine ideologischen Vorbehalte gegen das sozialistische Kuba zurückstelle und humanitäre Hilfe ernst nehme.

 

Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) will nicht auf Niebel hoffen und sammelt selbst Spenden auf ihr Kuba-Solidaritätskonto:

 

DKP Parteivorstand
Konto Nr.: 253 525 502
Postbank Köln
BLZ 370 100 50
Stichwort: Hurrican-Hilfe

 

Quelle: http://www.redglobe.de/amerika/cuba/5585-netzwerk-cuba-berlin-soll-katastrophenhilfe-leisten

 

 

 

Netzwerk Cuba: Berlin soll Katastrophenhilfe leisten | Drucken | E-Mail

 

Veröffentlicht in Westliche Werte Boerse

Kommentiere diesen Post

almabu 11/02/2012 14:10


Niebel würde eher den USA Hilfe schicken, als Kuba, aber das wäre dem Imperium sicher unangenehm? So werden die Amis ihr Infrastrukturdesaster alleine bewältigen, das heisst notdürftig
zusammenflicken. Hier rächt sich, unabhängig vom Hurrikan Sandy, die marode, jahrzehntelang vernachlässigte Infrastruktur einer total privatisierten Gesellschaft, kurzfristig keine Rendite
abwirft...

Sepp Aigner 11/02/2012 16:58



So ist es. Der, jetzt zum Teil niedergelegte, Kabelverhau an Holzmasten als Infrastruktur einer HighTec-Gesellschaft - das spricht für sich.